Zwischen Thüringer Rostbratwurst, Wein- und Annafest

von Andreas König

Zu Beginn des Tages konnte ich noch nicht ahnen, was der Abend für mich alles beinhalten sollte. Geplant war ursprünglich nur die Fahrt zum Spiel Rot-Weiß Erfurt gegen den Halleschen FC in der dritten Liga zum Saisonauftakt. Das örtliche Steigerwaldstadion wurde in großen Teilen renoviert, aber es hat trotzdem weiterhin eine Laufbahn und soll multifunktional genutzt werden.
Nach einer entspannten Fahrt nach Erfurt wurde sich erstmal gestärkt und noch ein wenig die Gegend rund um das Stadion erkundet. Dank rechtzeitigem Kauf entging ich der späteren Schlange am Eingang. Mein Platz war auf der ehemaligen Haupt- und jetzt Gegengerade und diese Gerade ist auch die einzige Tribüne, die nicht dem Umbau zum Opfer gefallen ist. Mit dem Anpfiff war das Stadion sehr gut besucht und die Mannschaften legten auch gleich los. Es zeigte sich aber schnell, dass Halle hier als Sieger vom Platz gehen sollte, da sie ihre Chancen konsequenter nutzten als die Heimmannschaft. Kurz vor Ende wurde mit dem finalen 3:0 für den Gast auch jede weitere Hoffnung zerstört.
Die Fangruppen beider Seiten sind miteinander befreundet, so war es insgesamt eine ruhige Begegnung. Der Gästesektor feierte den gelungenen Start in die Saison wohingegen die Heimfans gegen Ende ob des Spielstandes konsterniert waren und den Support einstellten.
Nach einem kurzen Blick in die Spielpläne und auf die Karte ging es schnell zum Auto und nach Sand am Main. Das dortige Seestadion wurde in der Halbzeit erreicht. Der örtliche 1. FC Sand 1920 spielte in der Bayernliga Nord gegen den Djk Ammerthal. Die erste Halbzeit ging torlos zu Ende. Neben Bier wurde auch Wein ausgeschenkt, was mich als Fahrer natürlich ein wenig enttäuschte, aber die Bratwurst stellte mich auch zufrieden. Der Gastgeber kam schwungvoll aus der Kabine und bestimmte die zweite Halbzeit nach Belieben und ließ auch immer wieder die besten Chancen liegen, aber konnte sich final doch verdient mit 3:0 gegen den Gast durchsetzen.
Von einem älteren Fan erfuhr ich, dass in Zeil auf der anderen Mainseite am Wochenende Weinfest sei. Dank früherer Besuche wusste ich, was das für ein schönes Fest war und schaute noch über das Festgelände. Aufgrund dessen, das ich als Fahrer dort war, konnte ich den Wein aber leider nur mitnehmen und nicht vor Ort trinken. Nach einer kleinen Brotzeit ging es auf meine letzte Etappenstation: Das Annafest in Forchheim. Nach einem etwas längeren Fußmarsch wurde das Festgelände erreicht und ich ließ mich von der Musik verführen und blieb gleich am ersten Keller sitzen und ließ das Spektakel auf mich wirken.
Nach diesem langen Tag bin ich etwas erschöpft, aber zufrieden daheim angekommen und mit dem festen Vorsatz noch mehrere Spiele in den unteren Klassen zu besuchen.





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