Zwischen Ostsee und ehemaligem Zonenrandgebiet – oder ein letztes Mal Testspiele

von Andreas König

An Nachtfahrten in Richtung Norden bin ich in Sommermonaten durchaus gewöhnt. Dieses Mal war jedoch nicht die obligatorische Nordseeküste mit dem malerischen Wacken der Zielort im Navi, sondern das ebenso beschauliche und herrliche Laboe an der Kieler Förde. Bei herrlichen 20 Grad wurde der örtliche Strand um kurz nach 7 Uhr geentert und der Tag bei finalen 30 Grad mit ein paar kühlen Radlern, Schwimmen und Volleyball verbracht. Ziel des Abends war das Holsteinstadion in Kiel, denn dort spielte an dem Abend Holstein Kiel gegen den FC Schalke 04. Am Ende war das Stadion sehr gut gefüllt und die Durchsage, dass eine Unwetterwarnung für den Bereich des Stadions gilt, sorgte für bange Blicke nach oben. Bei einem möglichen Unwetter sollte sich auf die restlichen Bereiche des Stadions verteilt werden. Wie das bewerkstelligt hätte werden sollen, musste nicht getestet werden, da das große Unwetter ausblieb. Dafür sorgte der Getränke- und Essensstand im Gästebereich für lautstarken Unmut, denn für den gut gefüllten Gästebereich gab es nur einen Zapfhahn fürs Bier und dazu noch wenig Personal. Dadurch ergaben sich längere Wartezeiten, so dass die Leute fast eine Halbzeit auf ihr Bier, Essen o.ä. warten mussten. Das Spiel hatte den üblichen Testspielcharakter und überzeugte nicht wirklich. Einen organisierten Support gab es von den Schalkern nicht und von Kiel hingen zwar Zaunfahnen, aber viel zu hören war von deren Anhängern auch nicht. Sonst ist über das Spiel nur so viel zu sagen, dass Schalke sich am Ende mit 2:1 durchgesetzt hat, dabei aber nicht geglänzt hat.

Am Samstag ging es mit dem Zug und ein paar Verspätungen über Hamburg und Berlin nach Leipzig, um dort mit anderen Killer Devils den Abschied eines Freundes im Rahmen eines Festivalbesuchs von Feine Sahne Fischfilet zu zelebrieren. Die Feier ließ wahrlich keine Wünsche offen, außer vielleicht die Bierpreise und dass bei so einem Festival Red Bull ausgeschenkt wurde, sorgte bei uns für ein wenig Verwirrung. Aber wir waren noch nicht komplett im Arsch. ;-)

Daher ging es nach einem ausgiebigen Frühstück im Cafe Puschkin für einen Teil der Killer Devils noch weiter nach Hof, um auf der dortigen Grünen Au sich das vorletzte Testspiel des Ruhmreichen gegen den Chemnitzer FC anzuschauen. Bei sommerlichen Temperaturen wurde dem Spiel gefolgt, welches auch von einer großen Anzahl an Chemnitzfans besucht wurde. Wie bereits am Freitag sollte sich das spielerische Niveau auch den Temperaturen anpassen. Sich erst eine Marke zu besorgen, um danach Essen und Getränke zu erhalten, verursachte eine Schlange, so dass ich auf den Genuss einer Stadionwurst der Metzgerei Schimmel, wie auch schon in Kiel, verzichtete und mir stattdessen das Eis schmecken ließ. Aus dem Spiel heraus fielen keine Tore, daher kamen die Mannschaften nur durch jeweils einen Elfmeter zu einem Torerfolg. In der ersten Halbzeit war dies der Ruhmreiche, bei dem Burgstaller den Elfmeter verwandelte und in der zweiten Halbzeit konnte der CFC noch ausgleichen.

Nach einem kurzen Schauer machten sich die restlichen Killer Devils auf die Heimfahrt und freuten sich schon darauf, dass der Ruhmreiche nach der Saisoneröffnung gegen den FCA in der Folgewoche bald wieder im Ligabetrieb aktiv ist und dort gleich mal nach Dresden fahren darf.

Auf eine neue Saison mit dem Ruhmreichen!!

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