Willkommen auf einem Dorfsportplatz…

von Andreas König

An sich heißt dieser Dorfsportplatz „Cashpoint-Arena“, aber dass dieser Sportplatz den Namen Arena tragen darf, spottet dann doch jeglicher anderen Arena. Der einzige Vorteil ist die Verkehrsanbindung, denn das Stadion liegt direkt neben der Autobahnausfahrt von Altach.
Altach war nämlich dieses Mal mein Ziel. Nachdem ich Rapid „auswärts“ im Happel, bei den Dosen und international gesehen habe, musste auch endlich Rapid bei einem „richtigen“ Ligaauswärtsspiel angefeuert werden.
Im zweiten Versuch geht es nun nach Altach, da es im Sommer nicht geklappt hatte. Nach dem üblichen Ticketprozedere ging es in das Stadion. Viele aus Wien haben den langen Weg nach Voralberg nicht auf sich genommen und im Nachgang kann ich das auch verstehen.
Jeder der über die Gästeblöcke von Sandhausen und vom Playmobilkasten in Fürth schimpft, sollte einmal den Gästeblock von Altach besuchen. Zuerst dachte ich, dass sich der Gästeblock in den spielfreien Zeiten mit einem Gabelstabler einfach wegfahren lässt, damit die Kühe dort eine Weide haben. Er war dann aber doch fest im Boden verschraubt. Immerhin gab es passables Bier und Glühwein, wenn es schon kein Dach gab und die äußere Blockverkleidung Spanplatten waren.
Über das Spiel von Rapid beim Tabellenführer legen wir lieber den Mantel des Schweigens, auch wenn der Schiri ein paar entscheidende Fehlentscheidungen fabriziert hatte. Das Spiel von Rapid ist aktuell weder ansehnlich noch erfolgreich. Vielleicht hilft dazu die Winterpause, um in der Frühlingsrunde anzugreifen, denn sonst gibt es kein internationales Flair und Reisen mit Rapid in der Saison 17/18. Die mickrige Heimkurve hatte eine kleine Choreo vorbereitet und auch UR hatte eine schöne Zettelchoreo vorbereitet und so ging es in das Spiel. Der Support im Gästeblock war relativ gut, aber natürlich hat auch der Spielverlauf bei dem ein oder anderen die Motivation ein bisschen sinken lassen.
Am Ende verabschiedete sich Rapid mit einer 3:1 Auswärtsniederlage in die Winterpause und nach dieser wartet im Happel die Mannschaft aus dem 10. Bezirk auf das Wiener Derby. Die Veilchen kamen ja ursprünglich aus Hietzinger Stadtteil Ober Sankt Veit und gewannen zweimal – 1933 und 1936 – den Mitropapokal, während der Rekordmeister diesen nur 1930 gewinnen konnte und in den beiden Jahren vorher jeweils im Finale scheiterte.
Trotz der Niederlage in Altach wird es hoffentlich nicht das letzte Spiel von Rapid in dieser Saison gewesen sein, denn wie auch in Italien will ich die österreicherische Liga voll haben. Ob mir das noch vor der Ligareform (http://www.bundesliga.at/de/redaktion/news/16-17/tbl/reform---spielmodus/) gelingen wird, muss man sehen.

Zum Jahresabschluss geht es für mich noch nach Manchester, um das Jahr im Theater of Dreams abzuschließen.

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