Schlachtzug gegen Kleeblatt Fürth

von Basti

Gruppenbild im Ronhof

Los gings ab Erlangen mit der frühestmöglichen S-Bahn-Verbindung um 11:19 Uhr Richtung Vorstadt-West. Ausgestiegen sind wir allerdings schon in Unterfarrnbach, um gemeinsam mit Gleichgesinnten Richtung Stadion zu marschieren. Vorsichtig schlichen wir also vom Bahnsteig und tarnten uns sogleich zivil, um den Feind zu täuschen. Das taten wir solange bis wir uns einem kleinen Stoßtrupp von Herzblut Nürnberg anschlossen, mit denen wir dann gemeinsam auf unser Heer am Laubenweg stießen. Von dort aus ging es nach einiger Warterei dann endlich gen Stadion. Abgesehen von vereinzelten Anti-Fü Schlachtrufen fühlte sich die Stimmung dabei allerdings eher wie die Ruhe vor dem Sturm an. Dennoch gelang es uns heldenhaft die beiden Sicherheitsringe zu überwinden und ins Stadion einzudringen.

Und dort war auch schon beim ersten Duell der Fangesänge klar, wer hier lautstärketechnisch das Sagen hat: Hier regiert der FCN! Aufgrund ellenlanger und ermüdender Ansprachen sahen wir uns allerdings gezwungen den Stadionsprecher darum zu bitten, doch bitte sein Maul zu halten. Einer älteren Dame - komplett in grün - auf der Tribüne gegenüber unseres Stehblocks hat das unverständlicherweise gar nicht gefallen: Zur allgemeinen Erheiterung machte sie sich mit unflätigen Gesten in unsere Richtung lächerlich. Zumindest solang bis sie von der Tribüne geleitet wurde: Auf Wiedersehen!

Auch jeden einzelnen Spieler mussten wir während der Vorstädter Manschaftsaufstellung natürlich noch einmal mitteilen, was wir von ihrer Vereinszugehörigkeit halten. Dann ging das Spiel endlich los. Die Spieler auf dem Platz lieferten sich einen erbitterten Derbyfight voller Fouls und Gelber / Roter Karten. Auf den Rängen war die Stimmung dagegen erwartungsgemäß hervorragend - naja zumindest bei uns Nürnbergern im Block: Die Fürther mussten wir des öfteren höflich darauf hinweisen, dass wir sie einfach nicht hören können. Das Spiel selbst war abgesehen von den Karten ziemlich unspektakulär: Asamoah scheiterte an seiner Unfähigkeit und auch Klose hat es am Ende leider knapp verfehlt zum Derbyhelden zu werden. Somit blieb es auf dem Spielfeld bei einem leistungsgerechten Unentschieden.

Aber abgesehen davon war Fürth nicht nur hinsichtlich der Lautstärke der Fans der eindeutige Verlierer dieses Derbys: 1. Ein sinnlos riesiges Heer an Polizisten und Sicherheitskräften, die bei der Begleitung der Fangruppierungen sehr unorganisiert wirkten. 2. Der Versuch einer rechtswidrigen Absperrung der Innenstadt, die alle Nürnberger Fans unter Generalverdacht hätte stellen sollen. 3. Nur alkoholfreies Bier im Stadion.

In diesem Sinne: Schlacht gewonnen!

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