Raff' mers raus

von Kiff

Diese Woche hat es in sich für die Killer Devils. Am Montag noch das Heimspiel gegen Sechzig und am Wochenende schon Schalke und Bochum in Aussicht (wir werden berichten). Doch was macht man für den kleinen Kurvenhunger zwischendurch? 

Auswärtsfahren! International! Champions-League! Kurz: WIEN! 

Sieben glückliche Killer Devils fuhren Mittwoch Morgen in Nürnberg los. Zum ersten Mal mit dem Fernbus. Zunächst wurden erst einmal die Plätze rausgrafft. Es dauerte natürlich nicht lange und der ganze Bus wusste wohin und warum wir unterwegs waren. Der Unmut der Busfahrer war uns gewiss, aber unter den Mitpassagieren konnten wir dennoch einige nette Bekanntschaften machen. Andy bekam ausserdem die Gelegenheit zu beweisen, dass er unschlagbar in Stadt-Land-Fluss ist.

Mit etwas Verspätung trafen wir in Wien ein. Ein Teil machte sich gleich weiter auf zum Happel-Stadion, der Rest deponierte das Gepäck im Hostel. Eine halbe Stunde vor Ankick kamen wir wieder zusammen und kleideten uns in neuem Grün-Weiß. Der Einlass verlief schleppend und so kamen wir erst zur fünften Minute in den Block.

Dritter Rang hinter den Fahnen und dem Tor. Der Anblick hat uns umgehauen. Links und rechts gingen bis in die Geraden die Arme hoch. Es war laut und es kochte. Ich ließ mich einfach mitreißen. Das Spiel war heiß umkämpft. Jeweils drei gelbe Karten und reichlich Torschüsse. Letztendlich hat es jedoch für den SCR nicht gereicht. Mit 0:1, aber einem unfassbar geilen Erlebnis entließ uns die Kurve in das Wiener Nachtleben.

Dieses Nachtleben aber hat sich vor uns ziemlich gut versteckt. Wir wollten eigentlich nur kurz zum Hostel und dann weiter. Christian musste aber erst noch einen Schnaps bestellen. Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände war dies dann Stroh 80. Zum Glück gelang es jedem Trinkenden seine Gedärme bei sich zu behalten. Stattdessen machte sich Hunger breit. Die Suche nach einem Imbiss geriet trotz sprachkundigem Einheimischen zur Odyssee. Nach einem Tankstop in einer leeren Rock-Kneipe fanden wir endlich ein paar Buden. Ich selbst orderte auf Anraten des Österreichers meines Vertrauens einen Käsekrainerbosna (Käsewurst in Weißbrot mit Curry, Zwiebel, Ketchup und Senf). Oa Eitrige. Gutes Zeug, könnte ich öfter essen. Danach zog es schon einige in die Betten und so blieben noch Andy, Ösi-Andy, Timo und ich auf der Piste. Im Regen suchten wir weiter nach dem finalen Laden des Abends. Wir wären fast daran vorbeigelaufen. In der Kellerbar KuKu haben wir uns dann aber sofort heimisch gefühlt und sind schnell in rege Gespräche mit zwei eingefleischten Rapid-Veteranen geraten. Aber langsam wurde es auch uns zu spät und so ließen wir uns nach einer Tasse Tee vom Barkeeper noch zum Westbahnhof führen. Ösi-Andy hat uns den feuchten Marsch mit seinem Gesang versüßt.

Bevor wir endgültig in die Betten fallen konnten, machten wir noch einen letzten Stopp in einem Tee und Likör Betrieb. Die etwas zahnlose Wirtin hat sich maßlos gefreut (Link).

Und so endete unser Wientrip auch schon. Der Abreisetag bot nicht viel mehr als stinkende, ungewaschene Nürnberger in einem Bus. In Erinnerung bleiben wird uns das volle Happel und verregnetes Wien.

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