Premiere im doppelten Sinne

von Andreas König

Die Rückkehr an den Ort eines der dunkelsten Kapitel der Fangeschichte in der jüngeren Historie (vgl. http://www.spiegel.de/sport/fussball/pyrotechnik-im-auswaertsblock-feuerwerk-verletzt-nuernberg-fans-schwer-a-680746.html) erfolgte am 3. Oktober 2014. Über vier Jahre nach dem verhängnisvollen Auswärtsspiel trat der FCN wieder in Bochum an.

Am Ende vom Tage erfolgten zwei Premieren für den Verein in dieser Saison bzw. im Jahr 2014.
Da das Spiel im Ruhrgebiet stattfand und die Schalker selber erst am Tag danach in Hoffenheim spielen sollten, wurden wir von einer großen Anzahl Schalker Fans (ca. 250 an der Zahl) tatkräftig unterstützt. Diese kamen zusammen mit unseren Ultras mit dem Zug angereist, um dann durch die Stadt zum Stadion zu laufen.
Das Spiel an sich war durch Kampf bestimmt und beide Teams spielten auf einem ähnlichen Niveau, was für beide Parteien auf einen Punktgewinn hoffen ließ, aber es wäre nicht der Club, wenn es nicht anderes kommen würde.
Die Fans gaben Vollgas und als schon viele mit einem 0:0 zur Halbzeit rechneten, gelang den Bochumern die Führung durch einen Sonntagsschuss. Die Befürchtungen waren nun, dass die Mannschaft u.a. auch wegen den Querelen rund um JHV und die Degradierungen von Bulthuis und Schäfer vielleicht wie bisher immer in der Saison auseinanderfällt. Die Mannschaft sollte jedoch in Person von Jakub Sylvestr zurückkommen und sich ein 1:1- Unentschieden erkämpfen. Natürlich wurde immer wieder bis zum Ende gezittert, aber was wäre ein Spiel unseres Clubs ohne Zittern und Fürchten???
Damit baut der VFL Bochum seine Serie daheim weiter aus, denn sie sind daheim in dieser Saison weiterhin sieglos, aber auch ungeschlagen. Sie spielten alle bisherigen Heimspiele 1:1 unentschieden.
Nachdem es in der letztjährigen Hinrunde ja von Unentschieden nur so gewimmelt hat – vgl. Hier remiert der FCN –, war dies nun das erste Unentschieden im Kalenderjahr 2014 und außerdem hat es die Mannschaft geschafft nicht auseinanderzufallen und noch mindestens ein Tor zu schießen, was für einen Punktgewinn ausreichen sollte. Vielleicht lässt sich nach der Länderspielpause darauf aufbauen und es kommt nicht wieder zu solchen Ergebnissen, wie gegen Düsseldorf, Karlsruhe und Heidenheim.
Der Support war ansehnlich, was vielleicht auch mit dem engen überdachten Block zu tun hat und durch die auf unseren Seiten anzutreffende Unterstützung von Schalkern, während auf Bochumer Seite Fans des FC Bayern die Bochumer unterstützten.
Hoffen wir, dass die Mannschaft gg. Leipzig nachlegen kann und sich ein Aufwärtstrend entwickelt, denn noch eine Geburt einer Mannschaft ist dann doch zu viel.

 

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