Oh Baby, Baby Altbier…

von Kiff

Düsseldorf, hä? Das war ja schon wieder eine im Vorfeld aufgeladene Begegnung. Aber der Reihe nach. Auf diesmal drei verschiedenen Reiserouten gelangten die Killer Devils an den Schreibtisch des Ruhrgebiets. Pat und ich wählten die Autobahn und hatten sogar noch die Muse für eine unfreiwillige Hafentour in Köln, bevor wir Andy am Hotel einsammelten.

Am Hauptbahnhof trafen wir uns mit einem Einheimischen und stießen das erste Mal an. Nachdem wir kurz über die Japan-Meile flaniert sind, brachte uns die Straßenbahn zum Lego Technic Baukasten namens ESPRIT arena. Rein konnten wir aber noch nicht, das wäre ja viel zu einfach gewesen. Auf verschlungenen Pfaden mussten wir das halbe Areal umrunden. Aber dann gings endlich in den Block. Der war diesmal wieder recht luftig. Freitag 18:30 eben. Die Stimmung war aber ok, wie uns im Laufe des Abends noch versichert werden sollte.

Doch nun zum Spiel: Die Erwartungen waren bei mir zumindest höchst durchwachsen. Auf dem Rasen sah das dann aber schon besser aus. Schwungvoll gings los mit der verdienten Führung. Anders als üblich gab es diesmal auch eher wenig zu Zittern und Fluchen. In der zweiten Halbzeit dauerte es dann auch nicht lange und das zweite Tor bescherte uns einen feinen Auswärtssieg. Auf den Rängen wurde mehr als lautstark gefeiert. Nicht mal diverse Fehlentscheidungen der Offiziellen konnten uns diesen diesmal nehmen.

Und damit gings auch schon ab mit dem Partybus in die Altstadt. Natürlich in Begleitung unzähliger gepanzerter Horden. Unserem Native und mir gelang es in letzter Sekunde die Polizeisperre zu durchbrechen mit einer ausgeklügelten Taktik: Dem Nürnberger das Maul halten und stattdessen den Rheinländer reden lassen. Auf den Schreck brauchten wir eine Stärkung am Kiosk, um uns dann das Theater von der anderen Seite der Absperrung anzuschauen. Dabei gesellte sich auch ein junges, finnisches Schiedsrichtergespann zu uns, mit dem wir genüsslich über die deutsche Fußballkultur schwadronieren konnten. Hierbei wurde uns glaubhaft versichert, dass die Gäste an diesem Abend lauter als die Heimfans waren. Ausserdem ist ausnahmslos jeder finnische Schiedsrichter besser als die Pfeifen unseres Spiels. Bei einem gemütlichen Killerpitsch wurden dann die sogenannten Schwerverbrecher von der Polizei abgeführt und wir verabschiedeten uns von unseren neuen Freunden, um Pat zu finden. Der war natürlich mittendrin. Wo sonst.

Als das geglückt war, stärkten wir uns beim Schweine Janes. Ich bekam einen bitter nötigen Tee. Irgendwann hatte auch mal jeder Feierabend und so tranken wir alle unser erstes gemeinsames Bier des Abends beim Uerigen. Das schmeckte mir zwar als würde mir einer faules Laub in den Rachen schütten, aber man meckert ja nicht. Altbier an sich ist ja aber dennoch durchaus genießbar und so zogen wir noch ein wenig umher bis wir endlich in Tanjas Kneipe landeten. Basti war zwar leider nicht dabei, aber einen lieben Gruß konnten wir für ihn ergattern. Und hier endete auch unser Ausflug in Düsseldorf so langsam. Die letzten beiden Helden mussten zu ihrem Leidwesen feststellen, dass nach drei Uhr sämtliche Amüsements den Betrieb einstellen.

Der Samstagmorgen begrüßte uns sonnig. Nach einem passablen Frühstück und einem kleinen Spaziergang traten wir die Heimreise an. Mit einem hervorragenden Musikmix gleiteten wir nur so über die Autobahn. Nicht mal die letzte dreiviertel Stunde Fußballberichterstattung im Radio konnte diesen Tag noch so recht vermiesen.

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