Mariachisound im Spätzletempel

von Kiff

Spätzle-Stadion

Um der drohenden Dresdnermeute Einhalt bieten zu können ging es am Samstagmorgen schon etwas zeitiger Richtung Nürnberger Haupbahnhof los. Dort angekommen stellte sich heraus, dass das Erscheinen der N.K.D. sich auch in den Reihen der Dresdner herumgesprochen hatte. Selbst eine kleine Besetzung an N.K.D.lern reichte dafür aus, dass die Dresdner allem Anschein nach die Polizei darum baten erst später in den Bahnhof einfahren zu dürfen, um dieser ungleichen Konfrontation zu entgehen (immerhin war Nina dabei).

Nach überraschend ereignislosen Minuten am Bahnhof bestiegen wir schließlich mit einigen Rationen Gerstensaft zusammen mit vielen Gleichgesinnten den Entlastungszug nach Spätzlehausen. Neben diversen Attraktionen wie Bierfässern und einem Nachttopf, zeichnete sich die Anreise maßgeblich durch Gratiskekse, flüssiges Gold und anregende Gesprächsrunden aus.

In Spätzlerscity eingetroffen gelang es uns Pferd, Hund und Polizei auf ihrem zwanzig-minütigen Marsch zur Spätzlearena trotz eines anfänglichen Fehltritts zu beschützen.

Als wir uns im Stehplatz eingefunden hatten unternahm der VFB Spätzle den Versuch alle Spätzle im Stadion und seine Gäste aus der schönsten Stadt der Welt mit Entertainment im Stil des Hauses zu unterhalten. Doch sowohl der Schlagersound von Frontal-Partypur (http://www.frontal-partypur.de/) auf Silbereisenniveau als auch die temperamentfreien Hobbymexikaner aus dem Schwabenländle (Tekilla) fanden keinerlei Anklang im weiten Rund.

Von diesem Kulturschock kaum erholt begann unsere glorreiche Elf die Spätzletruppe aufzureiben. Nach launigen aber ereignislosen 45 Minuten war es schließlich der gebürtige Franke Markus Feulner, der die bis dahin euphorietrunkene Spätzle-Elf samt Anhang in der zweiten Halbezeit auf den harten Boden der Tatsachen zurückholte. Nach 90 Minuten gelang es unseren Jungs also einen mehr als verdienten Punkt mit in die Noris zu nehmen. Nürnberg erwies sich wieder einmal als Stimmungs-Killer.

Zufrieden die Polizei samt Viechzeug zurück zum Bahnhof eskortierend trat man abends die Heimreise an. Im demokratisch ausgerufenen Raucherabteil konnte man gemütlich Pfeife rauchen, mit dem Nürnberger Olli Kahn plaudern und den Schalker Freunden im Spiel gegen Altbier-Town die Daumen drücken bis man schließlich in Nürnberg einrollte.

Den eroberten Punkt sicher abgeliefert, mit frischem Bölkstoff bestückt und mit einem freundlich ausgesprochenen Platzverweis der Bahnhofspolizei im Rücken sollte es über Erlangen nach Möhrendorf gehen. Die Mottovorgabe des Busfahrers auf dem letzten Teilstück lautete: "Trinken oder Fahren". Dieses nahmen wir wohl zu wörtlich, wodurch wir austeigen und die letzten Meter mit dem Motto "Trinken und Laufen" bestreiten mussten.


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