La dolce vita

von Basti

Jetzt hat es also endlich mal geklappt: Unser Andy konnte uns in seine zweite Heimat Italien bzw. in das malerisch-marmorhafte Verona entführen. Unsere fünfköpfige Killer-Devils-Delegation traf sich dazu also pünktlich um 11 Uhr am Albrecht-Dürer-Airport, um dem italienischen Dolce Vita entsprechend erstmal Jägermeister und Chili-Cheese-Burger zu verköstigen. Nachdem Andy im Flieger vorne und der Rest der Truppe hinten saß, konnte sich der Autor dieser Zeilen zu seinem größten Vergnügen mit \"gwaddro bierra\" gleich mal ein Bier in der ersten Runde sparen. Das Niveau der Gespräche war jedoch noch zu hoch, doch dafür hat man ja einen Quoten-HipHopper dabei, der alsbald über Wursteintopf zur Hautpflege philosophierte.
Nach der Landung in Bergamo sollte es direkt mit dem Mietwagen weiter nach Verona gehen. Doch zunächst gab es einen kleinen Launedämpfer, nachdem aus irgendeinem verhurten Grund unser Mietwagen nicht rechtzeitig da war und wir ne knappe Stunde darauf warten durften. Doch das nächste Bier - irgendso a egglhaffdes, warmes Weizen - wurde wenig später angeliefert und damit war die Welt wieder in Ordnung... Zumindest bis wir unseren Mietwagen in typisch italienisch verbeultem Zustand in Augenschein nehmen durften. Als Deutsche mussten wir das natürlich dokumentieren, um etwaigen späteren Regressforderungen präventiv entgegenzuwirken. Andy\'s Fahrstil benötigte im Mietwagen kaum Umgewöhnungszeit, um sich den lokalen Verhältnissen anzupassen. Nur die Blase eines Killer-Devils konnte ihn ausbremsen und plötzlich war auch wieder lecker nach nichts schmeckendes italienisches Bier an Bord zusammen mit gscheider Musik (Don\'t Stop Believin) dank Matze\'s Reisebox.
Die Ankunft in unserer vorübergehenden Bleibe ließ uns dann erstmal die Kinnladen herunterklappen: Wir durften die kommenden zwei Nächte in einem frischrenovierten Appartment (inklusive Sekt und Kuchen zur Begrüßung!) verbringen und das für läppische 70€ (*händeReib*). Der Hunger trieb uns kurz darauf in die wunderhübsche, malerische, von Marmorplatten durchzogene, beschauliche Altstadt, die jedem Killer Devil die Schönheit des Lebens vor Augen führte. Um auf eben jene Schönheit anzustoßen, führte uns unsere erste Station bei Antipasti und Campari in eine kleine Bar. Anschließend durften wir den besten Gintonic und die beste Pizza der Welt vong Gutheit her genießen und die Sinne begannen ab hier langsam zu verschwimmen, zumindst bei einem Killer Devil...

Der Abend wurde dann beim Karteln und Bier noch gemütlich beendet, wobei nicht jeder mit der Uhrzeit zufrieden war…

Nach einem reichhaltigen Frühstück mit Gunny\'s Eiern ging es mit der geliehenen Kutsche gen Cremona, um dort die Begegnung zwischen US Cremonese gegen U.S. Pontedera zu sehen, wobei ein Killer Devil bereits einen ortsansässigen Fan kannte. Nach dem Erwerb der Tickets ging es erstmal in die Bar, der dortigen Fans in direkter Nachbarschaft zum Stadion. Mit ein paar Bier und Campari wurde sich auf das Spiel eingestimmt und auch die ersten Souvenirs getauscht. Kurz vor Spielbeginn enterte die Killer Devils Bande das Stadion und wurde gleich nochmal von der Polizei angesprochen. Dies ist dem Verfasser dieses Teils in der Vergangenheit noch nie passiert. Kurz nach dem Ankick waren wir auf unseren Plätzen, aber haben leider die frühe Führung für die Hausherren verpasst, bei denen in der Kurve viele verschiedene Gruppen ihren Auftritt hatten. Vom Gastverein war knapp ein Bus da, aber das war auch nicht anders zu erwarten. Ein Teil der Gruppe gab oben ohne alles für das Team. Immerhin konnten wir noch den Ausgleich der Gäste sehen, jedoch sollte trotz Überlegenheit von Cremona kein Tor mehr fallen. Während des Spiels freundeten wir uns noch mit den beiden netten Bedienungen in der Stadionbar an und blickten bei strahlendem Sonnenschein auf eine interessante Begegnung zurück, die wir in der Bar unserer Cremonafreunde bei mehreren Bieren, Campari etc. ausklingen ließen. Dabei sind neue Freundschaften sowie legendäre Fotos gesch(l)ossen worden.
Nach einem kurzen Einkaufsstopp ging es mit reichlich Bier zurück in unser Headquarter. Auch wenn die ausgesprochenen Einladungen bisher nicht eingelöst wurden, verging die Fahrt mit Falco, Journey etc. wie im Fluge, so dass einem weiteren launigen Abend in den Bars Veronas nichts mehr entgegenstehen sollte. Mit ein paar Bier bewaffnet ging es zu Fuß an der Etsch entlang, um wieder eine hervorragende Pizza oder Piadina zu essen. Nach dem erneut besten Gintonic gab es eine minzige Medizin, die es für die Teilnehmer zu verdauen galt.
Mehr oder minder leicht beschwipst ging es für die Reisegruppe zurück in die Herberge, um die zweite Veroneser Nacht zu verdauen und sich auf das nächste Spiel zwischen Hellas Verona und Pisa Calcio vorzubereiten...

Und weiter ging die wilde Fahrt. Raus aus Wohnung und los Richtung Innenstadt und Stadion. Man war nicht in Verona, hat man nicht ein Spiel von Hellas gesehen. Diesem Leitprinzip folgend, ging es zu Fuß und via Bus Richtung Stadion. Drei Bier und ein rosa Shirt später waren die Karten gekauft und die Plätze eingenommen. Zu Gast war die Elf aus Pisa. Die Eckdaten des Spiels: Munterer Kick, schmeichelhaftes Unentschieden für die Gäste und zwei Kurven die durchaus zu gefallen wussten. Wer braucht da schon Chievo...

Nach Schlusspfiff sollte sich unsere Zeit in Verona langsam dem Ende nähern, natürlich nicht ohne eine final verschönerte Altstadt. Verona - Rot Schwarz steht dir!

Beim Auto angekommen wurden letzte Irritationen mit der vermietenden Lady beseitigt und es ging gen West, nach Bergamo.

Die Geschichte des weiteren Abends ist schnell erzählt: Ankommen, Zimmer beziehen und... uffff. Erstmal ausruhen, die letzten Tage waren hart. Bei Bier und Rotwein ging so auch der letzte Abend zu Ende und am nächsten Morgen wurde planmäßig die Heimreise angetreten. Auto zurückbringen, Pässe suchen und keine Stunde später waren wir wieder in heimischen Landen.

Fazit: Nach Verona ist es echt nicht weit, die Wohnungen sind (oder besser waren) zu sauber, Pizza bassd und die Stadionerlebnisse betteln geradezu um Wiederholung. Kurzum: Es war anstrengend aber geil! Danke Andy, gerne wieder!

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