Killer Devils in Pilsen – die unfiltrierte Wahrheit

von Patrick

Pilsen, Heimat des Pilsener Bieres, Kulturhauptstadt 2015 und nur schlappe 200 Kilometer von Nürnberg entfernt. Mehr als Grund genug, um unsere Wiener Freunde bei ihrem dortigen Europapokalauftritt zu unterstützen.
Bei bestem Herbstwetter brachen also Andy, Hannes, Patrick und einige Mitglieder des SC zu einem kleinen Tagesausflug nach Tschechien auf. Kurz vor der Grenze trafen wir auf einige Schalker Fans, die ihrerseits in Prag ran mussten - Das wäre unter anderen Umständen sicher auch eine Reise wert gewesen. In Tschechien angekommen wurde zunächst der lokale Asia-Markt besucht, was nicht gerade bei allen auf Begeisterung stieß. Immerhin durften wir gewohnt raffiniertes Produktdesign, unter anderem in Form der Silvesterraketen \"Taliban\", bestaunen. Nächster Halt war der Travel-Free-Markt, bei dem (fast) alle Klischees des deutschen Tschechien-Touristen bedient wurden: Zigaretten, Schnaps und Oblaten fanden den Weg in unseren Kofferraum.
Nun wurde leicht verspätet das eigentliche Ziel unserer Reise angesteuert, wo uns auch gleich ein einheimischer Clubfan mitsamt der Eintrittskarten in Empfang nahm. Da leider keine Zeit mehr für eine Brauereibesichtigung blieb, kehrten wir direkt im, laut hochvertrauensvollen TripAdvisor-Bewertungen, besten Restaurant Pilsens ein. Neben der zünftigen böhmischen Küche wurde auch das ein oder andere Pilsner Urquell verköstigt, wobei die hier unfiltriert angebotene Variante eine echte Rarität darstellt. Die Pilstrinker unter uns kamen auf jeden Fall auf ihre Kosten.
Am späten Nachmittag stand noch ein kleiner Verdauungsspaziergang durch die Innenstadt an, wobei wir auf viele Wiener Fans und auch vereinzelte Nürnberger trafen. Bevor wir uns schließlich zum Stadion aufmachten, tranken wir noch kurz einen GILF-Kaffee in einer etwas unglücklich gewählten Location und versuchten uns im Lesen des reichlich vorhandenen Kaffeesatzes – Das unfiltrierte Bier hat uns da besser gemundet. Am Stadion angekommen waren die Nachwehen eines kleineren Polizeieinsatzes zu sehen, wir konnten uns trotzdem zügig auf die etwas verstreut gelegenen Sitzplätze begeben. Rapid erwischte den besseren Start und ging durch Schobesberger verdient in Führung. Die zum Siegen verdammten Hausherren wurden jedoch immer stärker und kamen nach der Halbzeit zum Ausgleich. Ein kurioses Stolpertor – wiederum durch Schobesberger – führte schließlich doch noch zum 2:1-Sieg für Rapid und ihrem insgesamt souveränen Weiterkommen in die Zwischenrunde der Europa League.
Das Highlight des Stadionbesuchs war aber für mindestens ein Killer-Devils-Mitglied die halbzeitliche, extrascharfe Wurst, zu der auch noch Kren (leider jedoch keine Mayonnaise) gereicht wurde. Nach einer rasanten Heimfahrt ging unsere kleine Kaffeefahrt auch schon wieder zu Ende, wobei für einige bereits 30 Stunden später das Auswärtsspiel in Berlin anstehen sollte.

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