„Wir bereuen diese Freundschaft nicht“

von Braunschweiger

Am letzten Wochenende war es mal wieder soweit. Es war mal wieder Zeit für eine Männertour. Und was bietet sich da besser an als ein Auswärtsspiel unserer geliebten Eintracht gegen die Clubberer.

Man muss dazu wissen, dass Nürnberg und das Frankenland an sich für uns kein unbekanntes Fleckchen ist. Schon mehrmals haben wir die kulinarischen Köstlichkeiten der Region in flüssiger und fester Form genießen können. Bei einem dieser Besuche haben wir dann auch ein paar Anhänger des 1. FC Nürnberg kennen und lieben gelernt. Diese Freundschaft galt es nun wieder zu festigen und so haben wir uns sehr über die Einladung zu einem Begleitprogramm am Wochenende gefreut. Die gemeinsamen Treffen in Braunschweig und Hannover haben die Messlatte schon sehr hoch gelegt. Aber was die Nürnberger Killerdevils diesmal organisiert haben, war echt der Hammer.


Freitag 21.02.2014:

Wir sind gegen 13.00 im Harz gestartet und waren nach den üblichen Pinkelpausen und Freitagnachmittagsstaus um 17.15 Uhr im IBIS am Plärrer. Viel länger hätte es auch gar nicht dauern dürfen. Wir hatten nämlich die Order, unbedingt bis 18.00 Uhr in der Bergstraße 19 zu sein. Gesagt getan und da waren wir nun. Großes Hallo bei den bekannten Gesichtern, herzliches Willkommen bei den neuen Gesichtern. Als Gastgeschenk haben wir ein Dutzend Fanschals überreicht. Aber nicht irgendwelche Fanschals. Unser lieber Ingolf hat es doch tatsächlich geschafft, einen Fanschal für den BTSV und den 1.FCN in einem (eine Seite BTSV, andere Seite 1.FCN) zu besorgen, inklusive offizieller Genehmigung der beiden Vereine. Respekt!

Nachdem die Tränen der Dankbarkeit und der Wiedersehensfreude getrocknet waren, gab es auch direkt das erste Kaltgetränk. Das war auch bitter nötig, die Luft hat richtig gestaubt. Das erste Bier wurde schnell geext und dann haben wir auch mitbekommen, was uns noch bevorstand. Das "Bierchen" (0,2l) war ein untergäriges Rotes...und das gibt es nicht überall.

Die Jungs hatten sich was ganz besonderes für uns ausgedacht und uns zu einer geführten Entdeckungsreise durch die Nürnberger Bierkeller eingeladen. War echt interessant, können wir jedem empfehlen, der mal nach Nürnberg kommt und kleiner als 1,60 Meter ist.

Zum Ausklang der Tour gab es dann erneut eines dieser Nürnberger Brauereispezialitäten.

Nun war der Abend aber noch jung und lange nicht vorbei. Der nächste Kracher folgte direkt im Anschluss. Es ging zum "Raubritter" in den nächsten sehr gemütlichen Keller zum Ritteressen. Hier gemachte Aufnahmen sind zum Teil NSFW. 7 (in Worten Sieben) Gänge gab es zu bewältigen. Dazu reichlich regionalen Gerstensaft und mitgebrachte Spezialitäten und Met, die nach einem inoffiziellen "Wegschauen" der netten Kellnerin auch ohne Korkgeld verköstigt wurden. Die Stimmung war herzlich und ausgelassen. Es gab selbstverständlich den üblichen Bauchfussel, über den Kiff sich sehr gefreut hat.

Zu fortgeschrittener Stunde ging es dann weiter, die Burg sollte erkundet werden. Da wir den Eingang nicht gefunden hatten, haben wir das obligatorische Gruppenbild eben vor der Burg gemacht. Ein kleines Scharmützel mit ein paar Ultras der Nürnberger konnte Hannes zum Glück sehr souverän deeskalieren. Weiter ging es ins Coyote. Dort hatte Denis geladen. Er hat uns wunderbar am Einlass und an der Schlange vor der Garderobe vorbeigelotst und einen freien Platz an der Bar organisiert. Die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln war auch schnell sichergestellt, so dass wir uns voll auf das Entertainment konzentrieren konnten. Und das hatte es in sich. Über die Musik mag man geteilter Meinung sein, aber die gebotenen Turnübungen der Tänzerinnen auf dem Tresen hätten sogar Turnvater Jahn gefallen. Einfach nur geil, vielen Dank Denis.

Irgendwann wurde es Zeit für einen erneuten Stellungswechsel und es ging ins Brown Sugar. Absoluter Kontrast, aber auch hier haben wir uns schnell wohl gefühlt. In wie weit der Alkohol hierfür verantwortlich war, ist nicht mehr zu eruieren. Da wir aber am Samstag noch ein ausgiebiges Programm vor uns hatten, haben wir gegen halb drei den Abend ausklingen lassen.


Samstag 22.02.2014

Frühes Aufstehen war angesagt und die kurze Nacht hat man dem ein oder anderem auch deutlich angesehen. Um 10.00 Uhr haben wir uns am Stadion wieder getroffen und wir konnten inkognito (wir hatten unsere Clubschals der Nürnberger Killerdevils um und alles blau-gelbe unter unseren Jacken versteckt) an einer sehr interessanten Fan-Veranstaltung teilnehmen, das dringend benötigte Konterbier inbegriffen. Danach hat uns Hannes dann einen kleinen Stadionrundgang ermöglicht. Sowas erlebt man auch nicht jeden Tag. Auch dafür ein herzliches Dankeschön.

Die Zeit bis zum nächsten Treffen an der Arena haben wir im Gärdla überbrückt. Auf dem Weg dorthin haben wir es uns nicht nehmen lassen, Wolfenbüttler Kulturgut (Jägermeister) zu verkosten. Obwohl wir da schon wieder unsere Eintracht-Farben offen getragen haben, haben wir uns dort alles andere als unwohl gefühlt. Nürnberg hat eine angenehme Fan- Atmosphäre, ein Traditionsverein eben. Die Zeit zwischen Ankunft und Spiel nutzte unser Toby für eine ausgiebige Wurst-Verkostung, laut seiner unabhängigen, objektiven und durchaus versierten Meinung gingen die Fränkischen Würstchen als Sieger hervor!

Ca. eine Stunde vor Spielbeginn haben wir uns dann mit weiteren Killerdevils auf den Treppen der Arena getroffen und über die Punktevergabe diskutiert. Mit guten Wünschen für ein faires Spiel haben wir uns dann in die entsprechenden Zuschauerblöcke aufgemacht.

Das Spiel, nunja, da fällt es mir schwer, etwas Objektives zu Schreiben. Am liebsten möchte ich den Mantel des Schweigens darüber decken. Wer gegen 10 Leute 1:0 führt und zwei Elfmeter verschießt und direkt nach der Pause innerhalb von zwei Minuten zwei Tore einfängt muss sich fragen lassen, ob...ja was muss er sich denn fragen lassen...verdammte Scheiße...ich kann es gar nicht in Worte fassen...jedenfalls war die Stimmung am Tiefpunkt. Aber als Braunschweiger Junge mit dem Löwen auf der Brust steht man zu seinem Verein...einmal Eintracht, immer Eintracht...

Wir haben uns dann wieder beim Max (Morlock) getroffen und es wurden Frust und Freude kameradschaftlich geteilt. Nach der ausführlichen Spielanalyse ging es dann weiter zum "Bahnhof Dutzendteich". Als einzige Braunschweiger in dem Laden bekamen wir zwar Mitleid, dies hat aber unsere Stimmung noch nicht wirklich wieder gesteigert. Dies sollte sich bei der nächsten Lokalität aber wieder ändern.

Im Landbierparadies gab es neben einer erlesenen Auswahl an Gerstensäften auch mal wieder was Festes für die Grundlage. Es wurde reichlich gespeist und getrunken und so langsam kamen auch die Lebensgeister zurück, was zum Teil wohl auch den ausgeschenkten Obstbränden und anderen hochprozentigen Getränken zu verdanken war. Hier ist auch Dr. John zu uns gestoßen und er war auch wirklich gefühlte 20 Minuten nüchtern und ansprechbar.

Mit ausreichend "Gehbier" ausgestattet ging es dann irgendwann weiter in die Innenstadt. Nach einem kurzem Abstecher ins "Karlsbrückla" ging es dann zum zweiten Mal ins Brown Sugar. Hier hat man teilweise die körperlichen Verschleißerscheinungen dann doch erkennen können. "Titten raus, es ist Sommer...Dingdong Dingdong...Schalalalalaaa". Nach einer ausgiebigen Abschiedsarie ging dann auch dieser Kneipenbesuch zu Ende und wir haben uns dann wieder Richtung IBIS aufgemacht.

Im Hotel sind uns fast die Augen rausgefallen. Die liebreizende Domenica hat extra für uns nochmal die Hotelbar aufgemacht. Hier konnten wir dann das tolle Wochenende bei einem Vagina Pokalis nochmal Revue passieren lassen. Obwohl wir eigentlich nur Augen für Domenica hatten. Die war aber auch süß.


Sonntag 23.02.2014

kurz und knapp...ausgiebiges Frühstück mit ganz kleinen Augen und dann auf die Bahn und ab Richtung Norden.


Beste Grüße von Euren Braunschweiger Jungs

Inge, Toby und Thimmy

 

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