Hier remiert der FCN - Unentschieden Nr. 6

von Kiff

FFM Spruchband

Diesen Samstag ging es am neunten Spieltag nach Frankfurt. Für mich hieß das in aller Frühe zum Treffpunkt am Nürnberger Hauptbahnhof aufzubrechen. Dort haben ich und sechs weitere Killer Devils uns für die anstehende Zugfahrt mit dem Entlaster erst einmal mit Wegzehrung eingedeckt. Gut bestückt bestiegen wir mit etwas Verspätung wie schon im Vorjahr die Bummelbahn und ließen uns durch die gemächlich dahinziehende Landschaft nicht die Stimmung trüben.
Aus den Erfahrungen der letzten Frankfurtfahrt haben zumindest weder wir noch die Bahn gelernt. Die Situation in den Blasen und Schüsseln war ähnlich kritisch. Ansonsten verlief die Fahrt jedoch gewohnt unterhaltsam und wurde zudem durch gezielte Gesangseinlagen verkürzt.
Begleitet wurden wir dabei wie immer von unseren gepanzerten Freunden. Da die Stimmung diesmal jedoch ohne Zaunfahnenverbot von Haus aus deutlich entspannter war, blieben dort größere Reibereien aus. Nachdem wir durch den Wald eskortiert worden waren, begab sich ein Teil von uns direkt in den Block. Basti und ich mussten einen Umweg über den Busparkplatz einlegen. Beim Anpfiff waren wir dann alle, wo wir hingehörten.
Auf dem Platz war der Start auch nicht allzu gelungen. In der ersten Hälfte machte die Mannschaft einen unbeholfenen Eindruck und ließ vor allem Vorne den nötigen Einsatz vermissen. Mit einem 0:0 schafften wir es in die Halbzeit. Den meisten graute wohl schon, was passieren würde, wenn Frankfurt Spielvorteile in Chancen ummünzen würde. Die Stimmung im Block war trotz durchwachsenem Spiel gut, auch wenn man zugeben muss, dass ein Ankommen gegen den Heimblock zeitweise äußerst schwierig war. Als es weiterging, dauerte es nicht lange und Frankfurt ging in Führung. So wäre es auch geblieben, hätte der Club nicht mit Mak, Drmic und Colak plötzlich nochmal Gas gegeben. Drmic sicherte uns letztendlich dann den Punkt, was den meisten von uns Bierduschen und strapazierte Stimmbänder bescherte. Chancen zum Sieg wurden leider nicht genutzt. Insgesamt kann man mit dem Spieltag also wohl zufrieden sein, auch wenn wir uns wohl alle wünschen, die Mannschaft könnte ihr Potenzial mehr als nur zehn Minuten lang abrufen.
Bevor wir zurück in den Zug begleitet wurden, kam es doch noch einmal zu einer Auseinandersetzung mit den Ordnungshütern. Auch die aus Nürnberg angereisten Ordner bekamen etwas Pfeffer ab. Alles in allem ging es aber glimpflich aus und die Lage beruhigte sich schnell wieder, sodass wir wieder zum Zug zurück konnten.
Die Heimfahrt war gewohnt trocken, aber war dennoch relativ schnell bei Nürnberg-Quiz, Schafkopfer (Einzahl) und noch mehr Liedern überstanden. In Nürnberg angekommen trennten wir uns nach und nach und ließen den Abend zuerst in Nürnberg und dann in Erlangen ausklingen, bis schließlich Basti und ich den Abend für beendet erklärten.
Das diesjährige Fazit:
Obwohl es wieder als Risikospiel eingestuft war, hat die Eintracht dieses Jahr Fanutensilien nicht beschränkt. Dieses Entgegenkommen wurde auch dementsprechend von Nürnbergern gewürdigt und der Aufenthalt in FFM verlief weitestgehend ohne Vorkommnisse. Wir hoffen nun öfter auf einen solch fairen Umgang.
Spielerisch bot das Wochenende auch zumindest Hoffnung. Mit einem Trainer, der Disziplin und Ehrgeiz in den Spielern weckt, sollte durchaus noch etwas zu reißen sein.

 

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