Fußball nach Feierabend

von Andreas König

Ein Mitglied der Killer Devils freute sich richtig darüber, dass es endlich wieder Ligabetrieb gibt. Zwar sind es bisher nur Bayernliga und Regionalliga Bayern, aber die Zeit der Freundschaftsspiele neigt sich zum Glück dem Ende hin.
So ging es für mich am Dienstag zum Spiel der Bayernliga Nord zum FC Amberg gegen den VfL Frohnlach. Es entwickelte sich schnell eine muntere Partie, die auch von einer kleinen Amberger Fangruppierung gut unterstützt wurde. Dabei gelang den Ambergern sehr früh die Führung, die jedoch nur knapp eine Viertelstunde bestand hatte, denn dann konnte Frohnlach ausgleichen. Amberg war gefühlt die stärkere Mannschaft und erspielte sich kontinuierlich viele Chancen, die sie aber nicht nutzen konnten. Dies hatte vielfältige Gründe. Entweder war noch ein gegnerisches Bein o.ä. im Weg oder es wurde zu ungenau gezielt. Wie im Fußball so üblich rächt sich das und in diesem Fall ging Frohnlach unverdient mit 2:1 in Führung. Bei diesem Spielstand blieb es dann auch, obwohl Amberg noch die große Chance für den Ausgleich hatte, aber den fälligen Elfmeter verschoss.
Bier und Bratwurst waren preislich wie auch geschmacklich in Ordnung und so fuhr man wieder zurück nach Nürnberg, denn am nächsten Tag sollte es nach Neumarkt in die Oberpfalz gehen. Das Stadion war schnell gefunden und wurde so frühzeitig erreicht, dass ich mir noch in Ruhe ein Bier und eine Bratwurst vor dem Anpfiff einverleiben konnte. Das Highlight war hier sicher die Sprecherbox, die am Dach der kleinen Tribüne angebracht war. Wie bereits am Vortag sah man auch hier den ein oder anderen Hopper, der an einem Mittwochabend nichts anderes zu tun hatte, als sich dieses kurzweilige Spiel, welches viel Spannung und viele gute Aktionen bot, anzuschauen. Die beiden Trainer waren mit höchstem Eifer dabei, ihre jeweilige Mannschaft anzutreiben, denn hier spielten zwei Aufsteiger gegeneinander. Auf der Heimseite war dies der ASV Neumarkt und als Gast die Spvgg Ansbach. Trotz vieler Chancen ging es torlos in die Halbzeit. Das Spiel sollte jedoch nicht torlos enden. Zwischen der 66. Und der 86. Minuten war es dann soweit. Die Führung für den ASV fiel nach einem berechtigten Foulelfmeter, wobei dieser Vorteil nur zehn Minuten bestand hatte, denn dann traf Max Störzenhofecker, der Sohn der ehemaligen 1860iger und FCN-Legende Ärmel Störzenhofecker, sehenswert zum Ausgleich. An sich wäre das Unentschieden gerecht gewesen, aber Neumarkt konnte in der 86. Minute nochmal jubeln und dabei stürmten alle Spieler und Betreuer den Platz und feierten den Torschützen. Trotz einiger Minuten Nachspielzeit gelang es den Ansbachern nicht mehr den Ausgleich zu erzielen.
Nach einer kurzweiligen Pressekonferenz im Biergarten am Stadion ging es für mich wieder zurück nach Nürnberg, denn am kommenden Wochenende stand mit Kiel, Leipzig und Hof noch einiges an...

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