Freunde zu Gast haben oder das Wunder von Nürnberg!

von Hannes

Rückblick:

17. Spieltag, Hinrunde 2013/2014:

Platz 17: 1. FC Nürnberg, TD. -16, 11 Punkte

Platz 18: Eintracht Braunschweig, TD. -22, 11 Punkte

 

Zwei Traditionsvereine schon totgesagt. Unser Club ohne einen einzigen Sieg und mit einer schier unglaublichen Pechsträhne. Die Braunschweiger schon vor der Saison in Liga 2 geredet. Für beide schon alles verloren? Basler war sich jedenfalls sicher.

Die Tabelle vor dem 22. Spieltag (und damit unserem direkten Duell):

Platz 14: 1. FC Nürnberg, 20 Punkte

Platz 18: Eintracht Braunschweig 15 Punkte


Was würde man nun also vermuten? Der Club wieder in der Spur. In der Rückrunde nur gegen die Bauern aus München knapp verloren. Fans, Verein und Mannschaft sind zu einer verschworenen Gemeinschaft gewachsen. Dazu ein Heimspiel.

Auf der anderen Seite Braunschweig. Vier Punkte aus vier Spielen in der Rückrunde. Zu wenig? Hatten alle Experten Recht, die die Eintracht von Anfang an abgeschrieben haben? Nach dieser Deutung also eine klare Sache für den wiedererstarkten Club!?


NEIN!

Nicht mit der Eintracht aus Braunschweig und schon gar nicht mit dem Club!!!


Aber der Reihe nach:

Selbstredend hatten sich unsere Jungs aus Braunschweig zu unserem Spiel in der schönsten Stadt der Welt angemeldet und so war es an uns, ein abwechslungsreiches Programm für Freitag und Samstag Abend auf die Beine zu stellen. Vorweggenomen: Über 15 unterschiedliche Biersorten. Auftrag erfüllt.

Nachdem wir am Freitag Abend unsere Gäste begrüßt hatten und das sensationelle Gastgeschenk dankend angenommen wurde (Fotos vom Schal findet ihr am Ende des Berichtes), ging es zunächst in die Nürnberger Unterwelt. Eine Bier-Führung durch einen Teil der Nürnberger Keller direkt im Schatten der Kaiserburg stand auf dem Plan. Nach etwa 60 spannenden Minuten unter Tage sollte anschließend gar ritterlich gespeist werden. Im „Raubritter“ war spätestens nach dem siebten Gang jeder hinreichend gesättigt. Um einem möglichen Fresskoma zuvor zu kommen, hatte uns Denis in die Coyote Bar eingeladen. Mit Trikot, Schal etc. hier wie Fremdkörper wirkend hatten wir dort trotzdem jede Menge Spaß. Ein Kasten Bier, der Mitten in der Disko zwischen uns stand, hatte nicht geringen Anteil daran. Nachdem der Abend im „Brown Sugar“ langsam ausklang, wurde das morgige Zusammentreffen für 9.30 Uhr vereinbart. Für Schlaf war an einem so besonderen Wochenende schlicht keine Zeit.

Nach Stipvisiten im „Gärtla“ und dem Biergarten an der Arena mussten die Braunschweiger so langsam einmal rum ums Achteck. Der Anpfiff war nicht mehr fern. Und was sich in den nun folgenden 90 Minuten ereignen sollte, das wird niemand, der dabei war, so schnell wieder vergessen.

Im Schnellcheck:

32. Minute: Rot für Pelle Nilsson

34. Minute: Tor für Braunschweig durch Kumbela

41. Minute: Elfmeter für Braunscheig, Gelb für Rapha und GEHALTEN!

46. Minute (oder genauer: 10 Sekunden in Halbzeit 2 gespielt): TOR für den CLUB. KIYO!

47. Minute: TOR der den CLUB durch Pekhart

63. Minute: Elfmeter für Braunschweig: Zum zweiten mal GEHALTEN von Rapha

68. Minute: Elfmeter für den Club: Gehalten.


In diesen 90 Minuten dürfte jeder im Stadion um Jahre gealtert sein. Rote Karte, drei gehaltene Elfmeter (Bundesligarekord Nr. 1 in diesem Spiel), ein Spiel in Unterzahl gedreht und das schnellste Tor in der zweiten Halbzeit in der Bundesligahistorie (Rekord Nr. 2).


Selbstredend mussten unsere Braunschweiger Freunde nach dem Spiel wieder ziemlich aufgepeppelt werden. Dies gelang nach einem Zwischenstop im „Bahnhof Dutzendteich“ aber im „Landbierparadies“ wieder einigermaßen. Nachdem unsere Braunschweiger Jungs noch Unterstützung durch Erik, Basti, Carsten und drei weitere Braunschweiger erhalten hatten, wurde wieder ordentlich gefeiert. Nach einem Zwischenstop im „Karlsbrückla“ wurde auch dieser zweite Abend im „Brown Sugar“ geschlossen.


Ich möchte mich abschließend noch im Namen aller Killer Devils bei unseren Braunschweiger Jungs für dieses sensationelle Wochenende bedanken. Es war riesig mit euch! Auch für den Schal noch ein dickes Dankeschön. Wir glauben daran, dass wir uns auch in der kommenden Saison wieder auf dem Rasen duellieren werden.

Solche Tradition gehört zweifelsohne in Liga 1!


In diesem Sinne: Bis zum nächsten Spiel!

 

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