Für eine Hand voll Aufkleber…

von Kiff

Eigentlich hat mir meine letzte Erfahrung in der Arroganz-Arena ja gereicht. Mein Bedürfnis gegen die Löwen dabei zu sein, war also zunächst einmal nicht allzu groß. Als ich dann aber mitbekam, welche Massen an Glubbfans die Reise auf sich nehmen würden, wurde ich hellhörig. Die Nachricht, dass man als Gast bei Muc-Blau nicht wie bei den Bauern unters Dach gestopft wird, sondern sogar in der Südkurve steht, besiegelte dann meine Wochenendplanung.
Sonntagmorgen stand ich extra früh auf. Bis in den letzten Winkel hab ich alle Aufkleberdepots durchsucht und eingepackt. Die Idee den Batzis die ganze Hütte zuzukleben hat mich direkt begeistert. Mit allen Vorräten an Killer Devils Aufklebern und noch einigen Resten der „Ich bereue diese Liebe nicht“-Aktion ausstaffiert ließ ich mich von Schlumpf abholen. Dann noch fix Patrick eingesammelt und schon brausten wir unserem Ziel entgegen.
In Muc angekommen wurde das Auto geparkt und direkt daneben gleich das Parkhaus verziert. Auf dem Weg zum Boot habe ich mich dann noch mit weiteren Aufklebern eingedeckt. Es war wie ein Rausch. Hosentasche, Abziehen, Klatsch. Hosentasche, Abziehen, Klatsch. Im noch recht leeren Block wurde mein Elan dann jedoch von einer Ordnerin gebremst. Sie ließ sich allerdings mit einer Hand voll Aufkleber abwimmeln, also alles kein Problem.
Auf dem Rasen ging es derweil rustikal zu. Trotzdem gingen wir mit einem Tor in die Halbzeit. Die vertrieb ich mir mit dem Kleben von noch mehr Aufklebern. Glücklicherweise habe ich zwischendurch Nachschub bekommen. Ausserdem konnte ich mit anderen Fans ein paar Aufkleber tauschen. Bis auf ein paar wählerische Sammler hatten die meisten Tauscher auch nur Lob für unsere Aufkleber übrig. Für 10.000 Glubbfans war der Sonntag leider ein wenig still, da habe ich mehr Krach erwartet. Richtig laut wurde es allerdings, als der Schiri uns den Punkt wegnahm und Sechzig die Chance zum Klassenerhalt auf dem Tablett servierte.
Sportlich war diese Auswärtsfahrt für mich zumindest aber ohnehin nicht interessant und so habe ich einfach mit dem weiter gemacht, wegen dem ich hier war. Kleben. Nachdem vor der Schüssel sogar die Sträucher und im Parkhaus sämtliche Pfosten bekleistert waren konnte ich mich dann auch beruhigt wieder nach Hause fahren lassen und den Spieltag als persönlichen Erfolg abhaken.

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