Es geht bergauf

von Kiff

Das letzte Spiel der Saison führte uns nach Kaiserslautern. Bei rekordverdächtig gutem Wetter schwang sich Basti für Fabi und mich in den Fahrersitz und kutschierte uns in die Pfalz. Fabian zehrte noch vom Vorabend und so waren wir schnell in ausgelassener Stimmung.

Da wir vor dem beschwerlichen Weg auf den Betzenberg dringlichst gewarnt wurden, haben Basti und ich unsere Wanderstiefel geschnürt und reichlich Zeit für die Besteigung eingeplant. Als das Auto dann abgestellt war machten wir uns an den Aufstieg... Und kaum hatte dieser begonnen war er auch schon wieder vorüber. Etwas verdutzt erklommen wir die letzten paar Stufen und der Mythos war bezwungen. Nun war auch noch reichlich Zeit um uns um unser leibliches Wohl zu sorgen. Auf Weinschorle konnte ich jedoch dankend verzichten.

Wie fette, faule Bonzenschweine nahmen wir auf unseren Sitzplätzen Platz. Basti wurde auch direkt mit einer gratis Weinschorle entlohnt, die ihm in den Buckel gegossen wurde. Einfach neischüttn! Und als wäre das nicht genug, kam kurz darauf eine resolute Schnapsdrossel daher und maulte unseren Fahrer sichtlich angesäuselt an. Zum Glück hatte sie sich in der Reihe geirrt, so dass wir sie nicht die ganze Zeit über ertragen mussten. Das Spiel begann indes holprig. Ein Stolperer des Lauterer Torwarts blieb ungenutzt. Stattdessen wurde ohne viel Ruhm durch einen Torwartfehler ein Treffer kassiert. Danach geschah wie immer nicht viel. Der Glubb wurde seinen Ansprüchen nicht gerecht. Auf Kaiserslauterer Seite gingen die Fans mit ihren Spielern hart ins Gericht. Auf Transparenten sprachen sie ihnen Charakter und Leidenschaft ab. Schließlich endete die Saison für uns mit einer 1:0 Niederlage. Die Teufel retten sich damit noch einmal ins Trockene und halten die Klasse. Gewürdigt wurde dies mit viel Rauch und Fackeln. Schönes Schauspiel zum Abschluss.

Mit diesem ruhmlosen Ende kehrten wir dem Betze den Rücken und traten die Heimreise an. Das war sie also, die Saison 16/17. Von der müssen wir uns jetzt erstmal erholen glaube ich.

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