Ersma in die Fischpfanne etzad

von Kiff

Langes Wochenende! In Hamburg! Na klar sind da wieder alle dabei! Und damit wir auch alle die volle Fahrt in vollen Zügen voll genießen können, trafen wir uns am Samstag pünktlich um 13:12 Uhr am Nürnberger Hauptbahnhof. Im Bordbistro machten wir es uns gemütlich und ließen die Fahrt mit einigen Weizen und Pils wie im Flug vergehen. Der Hamburger Bahnhof fiel diesmal durch einen weniger penetranten Pissegeruch positiv auf. Der Check-in war schnell erledigt und so konnten wir sogleich auf die Piste.

Den ersten Abend zu rekonstruieren fällt uns leider schwer. Die üblichen Stationen wie Anker, Pils-Börse und Osborne wurden natürlich wieder abgeklappert. Den Abschluss verbrachten wir im Irish Pub bei Live Musik bis Andy rausflog. Der Sonntag startete entsprechend schleppend. Frühstücken war mir nicht möglich. In der Fischpfanne derrappelten sich aber alle so langsam wieder und der Tag ging erneut in die Vollen. Auf der Suche nach neuen Spelunken haben wir den Silbersack für uns entdeckt. Ein toller Laden ist das. Nicht nur, dass er voller Nürnberger war, nein man kann sogar das Nikotin von den Scheiben kratzen und ganze Kästen Astra bestellen. Warm ist es ja sowieso überall. Weiter ging es zum Glücksspiel im Anker bei noch mehr warmen Astra. Draußen wurden die Bordsteinwachteln dann ziemlich schnell rabiat als Gunther ihnen gunthertypisch dumme Fragen ihr Schuhwerk betreffend stellte. So ein Hamburger Hafenweib bleibt jedoch zum Glück nicht lange zornig und so hat Fabian auch noch eine freundliche Kaufempfehlung für eine neue Jacke bekommen (die er dann auch postwendend beherzigt hat). Versumpft sind wir schlussendlich natürlich wieder im Pub.

Nachdem sich noch manche im Bett den Abend durch den Kopf gehen haben lassen machten wir uns am Montag gegen Mittag auf den Weg ins Portugiesenviertel. Auch dort wurde die Keramik wieder bemüht. Letztendlich bekam aber jeder ein paar Bissen in den Magen (und auch das ein oder andere Getränk) und so war genug Starthilfe geleistet um diesen Spieltag anzutreten. Über einen Umweg an den Hafen, wo wir uns einen heilsamen Underberg genehmigten, trafen wir uns wieder mit Andy an der Pilsbörse. So langsam mussten wir uns aber sputen und so ging es ab Richtung Stadion.

Am Morgen hat es noch schön geschneit und die ganzen Wege rund ums Stadion waren in Rutschbahnen verwandelt. Schlitternd kamen wir dann doch noch in den Block. Der war natürlich wieder gestopft voll. Schlechter hätten unsere Plätze in der ersten Halbzeit nicht sein können. Auf dem Platz war auch wieder nicht viel los. Dieses torlose Unentschieden wurde von der frühen Verletzung unseres Schwedenstars überschattet. Zur zweiten Halbzeit haben wir uns dann etwas skrupelloser durchgedrängt und hatten ordentliche Plätze mit viel Aussicht und angenehmen Nachbarn, die uns nicht alle 30 Sekunden auf die Füße steigen. Nach diesem leistungsgerechten Unentschieden haben wir uns an der nächstgelegenen Tankstelle wieder getroffen um den letzten Abend zu starten.

Mit Bier und Jägermeister zogen wir durch die letzten Sonnenstrahlen zum Hafen und von dort aus in die letzte Nacht. Der Montag erschwerte unsere Suche nach einer Bleibe. Für viele war das ein eher kurzer Abend, nur die Harten schlugen sich die Nacht noch länger um die Ohren. Als dann noch das Millerntor verschlossen war und in anderen Lokalitäten Schlägereien drohten, verkrochen sich auch die letzten ins Bettchen.

Stilecht gingen wir am letzten Tag für einige Nebel und Biere in die Fischpfanne. Die Sonne am Hafen war ein gelungener Abschluss und so stiegen wir wieder in den Zug um erneut im Bordrestaurant die Sau rauszulassen. Kohlroulade, Grünkohl, Würste und natürlich einige Weizen waren mit an Bord. Einzelne hatten jedoch noch mit den Auswirkungen des Vortages zu kämpfen und so bekam ihnen das Bier nicht recht. Angebote stattdessen etwas nicht-alkoholisches zu bestellen wurden rüde zurückgewiesen. Von den vier Tagen in jederlei Hinsicht beansprucht kehrten wir müde in die fränkische Heimat zurück. Hamburg, jedes Mal.


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