Eintagsfliege oder der Beginn einer erfolgreichen Zukunft???

von Andreas König

Die Niederlagen im Derby, Pokal und daheim gegen den FSV waren gerade erst geschehen, als es auch noch zu Rücktritten und Querelen im Aufsichtsrat kam. Da fühlte man sich an die 1990iger erinnert, wo man eigentlich gedacht hatte, dass diese längst der Vergangenheit angehören. Trotz dieser ganzen negativen Voraussetzungen machte sich eine Gruppe von Killer Devils auf den Weg nach Berlin.

Trotz eines Anschlages von anscheinend Linksextremen und den damit verbundenen Problemen im Zugverkehr, traf sich die Gruppe am Bahnhof, um gemeinsam gen Stadion zu fahren. Dabei durfte natürlich auch eine Stärkung in Form von fränkischem Bier nicht fehlen. So gestärkt ging es ins Stadion, um den FCN zum Sieg zu schreien, auch wenn die vergangenen Spiele nicht positiv waren. Wie bereits gegen den FSV gab es diesmal keine Fahnen außer der Sektion Stadionverbotsfahne.

Nach einer ersten Schrecksekunde fing sich unserer Club und legte die Fehler des Gegners doch recht effektiv offen. V.a. unser neuer Portugiese ließ aufblitzen, was wir noch von ihm erwarten können. So langsam schien sich die Mannschaft zu finden, was natürlich auch durch die zusätzliche Schwächung des Gegners mit zwei Platzverweisen begünstigt wurde. Der gesamte Gästeblock ging während des gesamten Spieles gut ab, was natürlich durch das Spiel begünstigt wurde. Die Fans der „Eisernen“ konnten man kaum wahrnehmen. Seit dem letzten Besuch vor ca. 10 Jahren hat sich das Stadion durchaus verändert, was dem faneigenen Umbau geschuldet ist.  Das alte Anzeigenhäuschen mit der manuellen Anzeigentafel ist neben der modernen Anzeigentafel aber noch vorhanden.

Trotz des hohen Sieges sollte man natürlich das Spiel analysieren, denn es gab immer wieder noch Unsicherheiten. Hoffen wir mal, dass durch die Länderspielpause die Fehler auch noch abgestellt werden können und wir im heimischen Achteck unter Flutlicht den nächsten Dreier feiern werden. Da wird sich dann auch zeigen, ob der Sieg eine Eintagsfliege war oder doch vielleicht schon der Beginn einer kleinen Serie ist und die kritischen Stimmen geringer werden.

Der Sieg wurde schließlich noch ausgiebig mit der Mannschaft gefeiert und auch der Verfasser ging danach noch ein wenig feiern, bevor es für ihn am nächsten Tag nach Hause ging.

Berlin war u.a. wegen des Sieges eine Reise wert, wobei das kleine Schmuckkästchen in Köpenick etwas ganz anderes ist als das weite Rund im Westen Berlins.

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