Eine Tour in den Westen der Republik

von Andreas König

An diesem Samstag stand ein Dreier im Westen der Republik auf dem Plan. Beginnen sollte es mit der U19 Bundesligapartie zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und der U19 des Ruhmreichen auf dem neuen Trainingsgelände der roten Teufel. Kurz vor dem Anpfiff wurde der Ground geentert und es ging an die Längsseite des Trainingsplatzes. Gleich zu Beginn übernahm die Gastmannschaft das Kommando. Leider war es wie so oft, dass selbst die klarsten Chancen nicht verwertet wurden und man bereits kurz nach der Führung zur Mitte der ersten Halbzeit den zu dieser Zeit unverdienten Ausgleich kassierte. Kurz nach dem Seitenwechsel kam ein Spieler der Heimmannschaft im Nürnberger Strafraum zu Fall und der Schiri zeigte auf den Punkt. Dieses Geschenk nutzen die Hausherren, um schmeichelhafterweise in Führung zu gehen. Jedoch konnte der Gast noch ausgleichen und hätte eigentlich auch einen Elfmeter verdient gehabt. Das Phantom konnte sich also über einen Punkt in der Fremde freuen.
Aber es ging schnell weiter, denn der nächste Happen an diesem Samstag wartete auf mich. Das Navi hatte das Mannheimer Carl-Benz-Stadion als Ziel, um dort die Begegnung zwischen Waldhof Mannheim und dem SSV Ulm anzusehen. Gefühlt war es ein Spiel mit einem sehr unterschiedlichen Niveau und es kam ein gewisses Geschmäckle auf. Die Gastgeber konnten teilweise schalten und walten wie sie wollten und der Elfmeterpfiff war auch etwas verwirrend in meinen Augen.
Zu Beginn des Spieles zeigte die sehr gut gefüllte Heimkurve eine Choreographie, die mit Rauch in den Vereinsfarben schwarz und blau untermalt wurde, welche sehr schön anzusehen war. Aus Ulm waren jedoch weit weniger Fans gekommen, als ich persönlich erwartet hatte. Wenn es hochkam waren es 50 Fans aus der Stadt des Ulmer Münster. Das Spiel gestaltete sich eher wie Einbahnstraßenfußball als wie ein ebenbürtiges Spiel und daher hieß der verdiente Sieger bei traumhaften Sonnenschein auch Waldhof Mannheim. Die Fans feierten ihre Mannschaft frenetisch und auch der Support auf den Rängen war über die gesamte Spielzeit von der Heimmannschaft sehr gut.
Als letztes Spiel stand für mich noch in der Verbandsliga Baden das Spiel zwischen TSV Reichenbach und dem FC Zuzenhausen auf dem Plan. Das Spiel fand bei starkem Wind und aufkommenden Regen statt. Spielerisch war es v.a. aufgrund der Tabellensituation der Heimmannschaft kein „hochklassiges“ Spiel, aber es war durchaus anzuschauen. Hervorzuheben war u.a. das Stadionheft, das von sehr guter Qualität war und man konnte von der Terrasse des Vereinsheims gut auf das Spielfeld blicken. Das Spiel gewann am Ende verdientermaßen der Gast aus Zuzenhausen. Es wurde jedoch von einem üblen Zusammenprall des Heimtorwarts mit einem Gästespieler überschattet, in dessen Anschluss nach mehrminütiger Unterbrechung der Heimtorwart zur Kontrolle ins Krankenhau gefahren wurde.
Nach einer kurzen Pause in dem neu eingerichteten Vereinsheim ging es über Sinsheim zurück nach Nürnberg, da am folgenden Tag das Derby in der Nachbarstadt anstand.


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