Ein Wochenende, zwei Städte, drei Spiele

von Andreas König

Wenn man schon zu einer Absolventenfeier im schönen Berlin eingeladen ist, dann sollte man das doch mit Fußball kombinieren, dachte sich der Autor dieses Berichts. Gesagt getan:



Folgende Partien standen für das Wochenende vom 20. bis 22. November an:

SV Babelsberg 03 vs. Carl Zeiss Jena – Regionalliga Nordost – 4. Liga

SV Empor Berlin vs. SC Charlottenburg – Berlin Liga – 6. Liga

Berliner AK vs. Viktoria 1889 Berlin – Regionalliga Nordost – 4. Liga

Nach einer entspannten Zuganreise ging es am Freitagabend nach Babelsberg. Anschließend stand ein kurzer Besuch bei den Kollegen aus Babelsberg an, bevor man sich Richtung Stadion aufmachte. Wie die Bilder zeigen, handelt es sich hier um ein kleines schnuckliges Stadion für ein paar Tausend Mann. Das Ticket war für die Gegengerade gleich neben den Ultras, die sich für das Spiel gegen den Tabellenführer eine kleine Choreo ausgedacht hatten. Sie war recht schön anzusehen und die Nähe zwischen den beiden Fanlagern war auch sehr interessant. Man merkte ziemlich schnell, dass sich hier zwei Mannschaften gegenüberstanden, die bisher die besten Abwehrreihen in der Liga stellten. Trotzdem kam es immer wieder zu ansehnlichen Spielszenen und auch die Fans gingen immer mit – Fahnen- und Schaleinsatz inklusive. Trotz der frischen Temperaturen hielt die Spannung bis zum Ende - einzig das Spiel ging torlos aus, was aber der Stimmung nicht abträglich war.

Abschließend lässt sich zu dem Abend in Babelsberg sagen, dass es eine echte Gaudi war und ein schönes Ambiente in diesem kleinen Stadion vorherrschte.

Am Samstag ging es dann auf das Areal des Friedrich- Ludwig- Jahn- Sportpark zur Begegnung SV Empor Berlin vs. SC Charlottenburg – also ein Stadtderby. Da ich zu früh da war, habe ich nach dem Besuch bei Konnopke inklusive der dazugehörigen Currywurst rot-weiß das Areal ein wenig inspiziert. Aufgrund der Ligenzugehörigkeit war es nicht möglich und nötig im „großen“ Stadion zu spielen. Daher wurde auf einem Nebenplatz gespielt. Dort habe ich auch die „beste“ Ultragruppierung kennengelernt: Ultras Pöbelberg vom SV Empor Berlin. Es war einfach ein Spaß diese in Aktion zu sehen. Das Spiel wurde durchgängig vom SV Empor bestimmt, die am Ende u.a. durch ein schönes Außenrisstor völlig verdient mit 3:0 gewonnen haben. Obwohl es nur sehr wenige Zuschauer gab, war es trotzdem ein schöner Nachmittag.

Am Sonntag ging es dann gleich um die Ecke meiner Übernachtungsunterkunft ins Poststadion zum Berliner Atlethikklub. Die spielen genau wie Carl Zeiss Jena und Babelsberg in der Regionalliga Nordost. Auch hier kam es zu einem Derby gegen Viktoria. Wie bereits am Vortag wurde es auch der Tabellensituation gerecht ein deutliches Spiel. Leider waren nicht so viele Zuschauer bei kaltem Wetter auf der Tribüne zu finden, dafür gab es einen coolen Einlaufsong: https://www.youtube.com/watch?v=-yDvTNDz8Os

Erwähnenswert ist noch die "Fantrennung" und die Tatsache, dass es nur türkisches Essen gab, weil auch ein großer Teil des Vereins aus dem Hood Moabit kommt. Außerdem war d0as Stadion aufgrund unterer Ligazugehörigkeit nicht komplett nutzbar, wie folgende Aussage von der Stadionsucheinfoseite über das Poststadion beweist:

"Das Stadion (Rasenplatz) mit einer Geraden mit installierten Sitzschalen. Die Stehplatzkurven und die Gegentribüne sind gesperrt. Hört sich unspektakulär an, ist aber eines der reizvollsten Stadien Deutschlands! Birkenwälder in der West-Kurve und eine inzwischen wieder renovierte Haupttribüne die sogar schon Länderspiele erlebt hat - bei den Olympischen Spielen 1936 verloren die Deutschen in diesem Stadion gegen die Norweger 2:0."

Nach dem Spiel, das übrigens 3:1 für den BAK ausging, ging es dann wieder nach Nürnberg.

Abschließend lässt sich aber sagen, dass sich dieser Ausflug echt gelohnt hat. Sollte es sich ergeben wird das sicher nicht die letzte Reise dieser Art gewesen sein.



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