Ein denkwürdiger Saisonabschluss

von Andreas König

Da es in der Vorwoche nicht mit dem Besuch bei Lok geklappt hat, zog es mich am Samstag zum letzten Saisonspiel der Landesliga zwischen BSG Chemie Leipzig gegen VFB Empor Glauchau. Nach einer kleinen Stärkung im Brauhaus Napoleon ging es zeitig zum altehrwürdigen Alfred-Kunze-Sportpark in Leipzig Leutzsch, da es im Internet hieß, dass mit großem Zuschaueransturm zu rechnen sei. Dank der rechtzeitigen Anreise ergab es sich noch, die zweite Mannschaft von Chemie auf dem Nebenplatz zu besuchen, was ich natürlich gerne mitnahm. Das spielerische Niveau in der Stadtliga Leipzig war entsprechend überschaubar. Am Ende setzte sich der BSG Chemie Leipzig II gegen SV Panitzsch/ Borsdorf 1920 I vor 120 Zuschauern mit 4:3 durch.
Direkt nach dem Abpfiff ging es rüber ins Stadion. Für eine bessere Sicht und um möglichen Gewittern zu trotzen, wurde ein Ticket für die alte Holztribüne gekauft, von der auch ein Teil abgesperrt ist. Die Fans von Chemie wurden von Eintracht Frankfurt Fans unterstützt und zeigten eine große Blockfahne mit dem Vereinslogo. Dies wurde durch ein bisschen Pyro und Luftballons in den Vereinsfarben untermalt.
Mit einem Sieg und einem gleichzeitigen Unentschieden oder Niederlage von Tabellenführer SV Einheit Kamenz wäre der Aufstieg in die Oberliga perfekt. Leider kann es dort nicht zu dem klassischen Leipziger Derby gegen Lok Leipzig kommen, da diese wie u.a. der vorherige Bericht gerade aus der Oberliga in die Regionalliga aufgestiegen ist.
Gästefans waren unter den 3622 Fans nicht zu sehen, daher konnten die Fans von Chemie immer wieder große Teile des Stadions für Gesänge animieren. Die erste Halbzeit blieb jedoch torlos und somit wurde alles in der zweiten Halbzeit entschieden. Gleichzeitig stand es zwischen Kickers 94 Markkleeburg und SV Einheit Kamenz 2:0 für die Gastgeber. Somit war zu diesem Zeitpunkt ein Aufstieg nicht möglich. Kurz nach dem 3:0 für Markkleeburg fiel in Leipzig der umjubelte Führungstreffer, der mit Rauch und Bengalos gefeiert wurde. Mit der Führung wäre Chemie aufgestiegen, aber plötzlich stand es nur noch 3:2 für Markkleeburg und es waren noch 20 Minuten zu spielen.
Die Mannschaft gab alles und konnte sich immer wieder Chancen herausspielen und es sollten dann auch noch zwei Tore fallen. Dazwischen flog auch noch ein Spieler von Glauchau nach einer Notbremse mit Rot vom Platz. Das dritte Tor fiel mit dem Abpfiff und nun gab es kein Halten mehr - sei es vom Freudentaumel, sei es von der Pyrotechnik. Es wurde gefeiert, denn Kamenz spielte nur 3:3 und somit stand Chemie als Meister und als Aufsteiger fest. Nach dem Platzsturm wurde auf dem Spielfeld mit der Mannschaft gemeinsam gefeiert. Somit ging eine lange Saison mit einem würdigen Spiel zu Ende.

 

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