Die Nummer eins in Wien sind…

von Andreas König

wir!!! So schallte es nach den 90 Minuten im Wiener Derby durch das weite Rund des Ernst-Happel-Stadions, welches mit knapp über 15 000 Zuschauern nur sehr spärlich besucht war.
Für einen Killer Devil ging es am Morgen nach dem Spiel in Dresden um 7 Uhr gleich weiter nach Wien. Die Tickets waren für den Gästeblock vorbestellt und an der Gästekassa hinterlegt. Da wir es nicht rechtzeitig zum Treffpunkt für den Marsch zum Stadion am Praterstern geschafft haben, ging es für uns erstmal über den Prater bei strahlendem Sonnenschein entspannt in Richtung Stadion. Auf dem Weg dorthin durfte natürlich auch ein kühles Blondes nicht fehlen.
Das Kartenhinterlegen hat perfekt geklappt und dank eines Mitfahrers stand man auch gleich mit ein paar Wienern zusammen im Block und gab mehr als 90 Minuten Vollgas. Stimmungsmäßig war das wieder einfach Granate und die Stimme war danach leicht im Eimer, aber man hat aus dem Auswärtsspiel ein wahres Heimspiel gemacht. Gleichzeitig sorgte natürlich auch das Geschehen auf dem Platz dafür, dass man den Veilchen eines hat auswischen können. Die Fans von dem Verein aus dem 10. Bezirk haben es auch nicht mal geschafft den untersten Ring im Happel in ihrer Kurve beim Derby zu füllen.
Vor dem Ankick zeigten beide Seiten wunderbare Choreographien, während die Austrianer mit einem großen Spruchband und einem Schal-Meer aufwarteten, wurde in unserer Kurve eine Zettelchoreo in grün und weiß, sowie eine Blockfahne präsentiert. Die üblichen Farben wurden auch in verschiedenen Episoden des Spieles immer wieder gezündet. Die Mannschaft spielte einen erfrischenden Fußball und die Gegner aus Favoriten kamen kaum zu Chancen und so fiel auch folgerichtig das wunderschöne 1:0 für den Gast aus Hütteldorf, nachdem zu Beginn ein Treffer wegen Abseits nicht gegeben wurde. Mit dieser 1:0- Führung ging es auch in die Kabinen.
Nach einem weiten Befreiungsschlag gelang den Violetten unter tatkräftiger Mithilfe des aus dem Tor eilenden Novota der schmeichelhafte Ausgleich. Das Tor ging klar auf seine Kappe und nun machte sich bei dem ein oder anderen schon ein wenig Angst breit - hatte doch Rapid seine bisherigen Chancen nicht genutzt. Dies sollte sich aber schnell ändern. Nun spielte nur noch Rapid und kam bereits kurz danach zur Führung, die auch noch vor der Gästekurve fiel und ab dann ging es mit Schmähgesängen und Anfeuerungsgesängen noch lauter weiter. Richtig gut waren auch die Gesänge, die lange gesungen wurden und die auch von den Leuten auf der Geraden mitgesungen wurden. Die beiden Tore zum 3:1 und 4:1 kurz vor Ende ließ dann alle Dämme brechen und es war pure Exstase in grün und weiß. Die violetten Veilchen haben da schon nahezu komplett eingepackt.
Abschließend lässt sich sagen, dass in Wien klar Rapid regiert und von den Veilchen relativ wenig kam und man sie auch kaum gehört hat. Der Abend klang dann noch mit ein paar Rapidlern bei ein paar Bier aus und man versprach sich, sich zeitnah wieder zu sehen.

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