Auswärtsfahrt nach Bremen

von Michi Fuchs

Am Samstag vor dem letzten Spiel der Hinrunde machten wir uns mit obligatorischer Verspätung um acht Uhr morgens zu fünft (Jens, Timo, Hannes, Fabi und ich) auf den Weg nach Bremen. Von der Fahrt bleibt vor allem die Erkenntnis, dass ein Kasten für drei Trinker nur für die Hälfte des Weges ausreicht und dass die Frankfurter Ultras, die wir auf einer Raststätte getroffen haben, mal wirklich gar keine Eier haben…

Im Hostel angekommen trafen wir unsere bezaubernde Reiseführerin (eine Freundin von unserem Jens), die uns am Nachmittag zuerst die Bremer Stadt und den Weihnachtsmarkt, später dann das Nachtleben näher brachte.

Da wir von der Fahrt noch relativ ausgehungert waren, suchten wir zunächst –klassisch bremisch- das Fischrestaurant Knurrhahn auf. Erwähnenswert ist dies, da uns der doch sehr pampige Kellner irgendwann eröffnete, dass er jetzt keine Lust mehr hätte zu warten bis wir fertig wären und uns sogleich abkassieren wolle. Er wurde nämlich soeben gefeuert – an seinen Kopfrechenfertigkeiten kann es jedenfalls nicht liegen…Unsere nächste Station war dann die Bremer Innenstadt mit Weihnachtsmarkt, Rathaus, Landtag und natürlich auch die berüchtigten Stadtmusikanten (der Wunsch nach drei Punkten blieb leider verwehrt…). Zu unserer Verwunderung mussten wir jedoch eingestehen, dass Bremen durchaus sehenswert ist und zumindest die Feuerzangenbowle auch sehr schmackhaft.

Zu späterer Stunde machten wir uns dann auf ins Viertel, wo wir uns eine Fußball-Kneipe suchten, um das Spiel von unseren Schalker Freunden zu verfolgen. In Bremen scheint man den Königsblauen weniger wohl gesonnen als im Frankenland und so kam es auch zu kleineren Meinungsverschiedenheiten mit Personal und Gästen, die jedoch auf Grund des letztendlich klaren Spielverlaufs gegen Ende abebbten. Im Verlauf des weiteren Abends hatten wir sehr viel Spaß und das Bremer Viertel können wir wirklich jedem weiterempfehlen, der alternative Kneipen und Bars den üblichen Clubs vorzieht.

Am nächsten Morgen zogen wir zum Frühstück dann der festen Nahrung zunächst den Glühwein vor. Besonders gelungen fanden wir alle den Mittelalter-Weihnachtsmarkt an der Schlachte, wo wir uns beim Obstler schön mit Schnaps/Wein eingedeckt haben. Gegen zwei Uhr haben wir es dann auch mal geschafft ein Lokal – Bar Celona, wie originell - zu finden und etwas zu essen, wobei man sich dort später sicherlich an die Nürnberger erinnert hat. Den Kuchen dort kann man auf jeden Fall empfehlen!

Schließlich machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Weserstadion, zu dem wir eigentlich per Fähre kommen wollten (nächstes Mal vielleicht den Abfahrplan vorher checken…). Alles jedoch halb so schlimm, denn wir hatten ja genug Kuchen als Wegzehrung! Kurz vor Spielbeginn stießen dann noch Basti und Kiff zu uns, die sich am Sonntagmorgen dem Bus der Bengertzratzen angeschlossen haben. Unser Club hatte in der ersten Halbzeit dann doch ziemlich viel Glück, nicht in Rückstand geraten zu sein, denn Bremen war klar überlegen. Anders als die Akteure am Platz, konnten sich die Fans nichts vorwerfen, denn die Stimmung war (nach 12:12 Minuten) super und während der Halbzeit wurde in beeindruckender Manier durchgesungen. Als Timo Gebhardt in der 80. Minute den Führungstreffer erzielte, gab es natürlich kein Halten mehr und die drei Punkte schienen sicher. Dem (zugegebenermaßen glücklichen) Auswärtssieg stand jedoch Schiri Manuel Gräfe (bzw. sein Assistent) mit seiner klaren Fehlentscheidung beim 1:1 von Petersen im Weg. Alles in allem ein Ergebnis mit dem man nach Spielverlauf zufrieden sein könnte, welches aufgrund des Zustandekommens letztendlich jedoch äußerst bitter ist.

Nach Abpfiff verabschiedeten wir uns von Fabi und Kiff, die die Heimreise per Bus antraten, sowie von Annika, die sich jetzt erst mal von uns erholen musste. Auf der Heimfahrt kamen wir natürlich nicht um in die obligatorische Polizeikontrolle herum, aber dennoch um vier Uhr morgens in Erlangen an.

Zusammenfassend ein sehr gelungenes Abenteuer, das vor allem auch durch unsere Nanny ermöglicht wurde – dafür auch an dieser Stelle nochmals ein großes Danke!

Michi

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