Aus der Rubrik neue Liga, neue Gegner und neue Stadien

von Andreas König

Durch den bekannten Abstieg kam es natürlich auch zu neuen Destinationen im Spielplan unseres ruhmreichen Vereins.
An diesem Mittwoch ging es zu der unpassenden Anstoßzeit von 17:30 Uhr nach Heidenheim zum örtlichen Aufsteiger, der die erste Saison in der 2. Bundesliga bestritt.
Die Bilanz der Partien bisher war durchwachsen und nach den Spielen daheim gegen Düsseldorf (0:2) und in Karlsruhe (0:3) war die Stimmung auch nicht wirklich positiv, da die Mannschaft sich v.a. in Karlsruhe früh mit einfachen Fehlern zusätzlich verunsichert hat. Dies sollte auch in Heidenheim nicht anders ablaufen.
Nachdem die Mannschaft ihre Trikots den Ultras beim Spiel in Karlsruhe überlassen hatte, da die Ultras die Spieler als nicht würdig für dieses Trikot erachtet haben, was zu einem medialen Aufschrei führte, da dies eine Anmaßung o.ä. und bisher in Deutschland noch nie der Fall war. Man kannte dies bisher nur aus Italien oder Südamerika.
Das waren die Vorzeichen für dieses Spiel. Die Anreise führte uns – gefühlt – einmal komplett durch Heidenheim und vielen Gebäuden der Firma Voith vorbei. Das Stadion wurde nach einem kurzen Marsch u.a. vorbei an einem Baseballplatz erreicht, erkennen konnte man dieses jedoch erst, nachdem man einen Hügel herabgelaufen war und praktisch davor stand. Das Stadion war neu und von sehr gedrungener Gestalt, so dass es mit seinen ca. 17000 Plätzen nicht bereits von weitem sichtbar war.
Der Gästestehblock war wie so oft bis auf den letzten Platz gefüllt, was trotz Anstoßzeit und den bisherigen Leistungen, durchaus bemerkenswert war. Die Mannschaft sollte jedoch leider dafür sorgen, dass sich der Block sehr bald und im weiteren Verlauf des Spiels kontinuierlich leeren sollte, denn durch grobe Abwehrfehler lag die Mannschaft bereits nach 10 Minuten mit 0:2 hinten. Dies veranlasste die organisierte Fanszene v.a. UN und BDA ihre Banner abzuhängen und den Support durch Gesänge o.ä. einzustellen und nach und nach den Block zu verlassen.
Der Unmut der Fans nahm im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit immer mehr zu und die Bader raus- Rufe wurden immer lauter. Gleichzeitig wurde auch über die anstehende Wahl gesprochen und die weitere Entwicklung, aber das muss die JHV am 30. September zeigen, ob Club2020 – Back to the roots eine Mehrheit kriegt, obwohl bisher noch nicht viel öffentlich ist oder nicht.
Die Mannschaft erspielte sich durch höhere Laufbereitschaft als in Karlsruhe durchaus ein paar Chancen, die sie aber knapp daneben setze oder verpufften. Alles in allem eine enttäuschende Auswärtsfahrt, da das Spiel am Ende mit einem Elfmeter und einem Platzverweis für unseren Kapitän ein Ende fand.
Die Bilanz der bisherigen Partien im September – 0 Punkte, 0:8 Tore – zeigt, dass so einiges im Argen liegt. Die Hoffnung, dass sich da bald was ändern könnte, wird u.a. auch durch das Chaos rund um die Vereinsführung und AR immer geringer, aber Liebe kennt keine Liga und wir Clubberer sind ja leidensfähig.
Immerhin erreichte unsere Gruppe nach ca. 1,5 Stunden bereits wieder Nürnberg. Das hatte wenigstens etwas versöhnliches.

 

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