Auf kulinarischer Reise durch die Benelux- Länder

von Andreas König

Im Rahmen des ersten Pokalrundenwochenendes ging es für einen Killer Devil auch in die Beneluxländer. Ausgangspunkt für die Fahrt bildete die Stadt Köln. Nach einer guten Basis in Form eines Burgers bei der fetten Kuh setzte ich mich ans Rheinufer und genoss einen leckeren Weißwein. Da es jedoch noch ein längerer Abend werden würde, ließ ich das Rheinufer hinter mir, um mir am Abend das Spiel Standard Lüttich gegen den RSC Charleroi anzuschauen. Da das Wetter trist und regnerisch war, empfand ich die Architektur und das Stadtbild als eher unschön und dachte ich sei in einer englischen Industriestadt gelandet. Dieser Eindruck verfestigte sich noch, da das Stadion in der Nähe eines Gewerbe- und Wohngebiet lag und es an verschiedenen Ecken rund um das Stadion Pubs gab, die jedoch aufgrund der Zeitknappheit nicht aufgesucht werden konnten.
Nach Erwerb des Tickets ging es einmal rund um das Stadion, welches leider aufgrund von Verzögerungen am Einlass nicht mehr rechtzeitig für die Choreos etc. betreten werden konnte. Anschließend ging es noch hoch in den dritten Ring, was eine kleine sportliche Herausforderung war, aber am Ende gab es einen schönen Blick auf die Fans und das Spielfeld. Das Stadion war aufgrund des besonderen Charakters dieses Spieles nahezu komplett ausverkauft, denn beide Städte liegen nur knapp 30 Kilometer voneinander entfernt. Auf der ursprünglichen Heimkurve war ein Supportzentrum, jedoch gab es auch direkt neben dem Gästebereich einen Supportbereich, den ich aufgrund meines Sitzplatzes besser habe beobachten können.
Im Stadion selbst musste leider mit Token bezahlt werden, wobei ein Token zwei Euro entsprach. Somit kostete das kleine Bier von Jupiler mit 0,2 l zwei Euro. Der Preis war angemessen und die anschließende Wurst nach dem Spiel war auch richtig gut.
Das Spiel ging hin und her mit vielen gelben Karten und einer ruppigen Spielweise, wie es sich für ein Derby gehört. Auch auf den Rängen war die Rivalität immer wieder zu spüren. Vor dem Spieltag lag Lüttich als amtierender Pokalsieger auf Platz sieben, wohingegen der Gast aus Charleroi auf Platz drei mit sieben angeschriebenen Punkte stand. Mit einem Sieg hätte Lüttich an dem Gegner vorbeiziehen können. Jedoch endete das Spiel torlos, da auch nicht so viele glasklare Chancen herausgespielt wurden. Bis auf den Gästebereich leerte sich das Stadion sehr schnell, da die heimische Mannschaft auch teilweise mit Pfiffen verabschiedet wurde. Die Gästefans feierten den Punktgewinn hingegen ausgiebig. Auch eine kleine Gruppe junger Kinder gab auf der Tribüne nach dem Spiel noch eine kleine Klatscheinlage zum Besten.
Nach dem Spiel ging es wieder auf den Weg nach Köln, um dort am Folgetag den Ruhmreichen in der ersten Pokalrunde bei Viktoria Köln zu unterstützen.

Da nach dem Pokalspiel des FCN noch ein Kick in Nijmegen anvisiert war, hoffte ich auf einen Erfolg nach 90 Minuten, was mir jedoch der Club verwehren sollte, denn es ging bis ins Elfmeterschießen, also hatte man als geneigter Fußballfan mehr Fußball für sein Geld. Trotz einiger Verkehrsbehinderungen erreichte ich noch rechtzeitig das Stadion in Nijmegen und nach kurzer Zeit hielt ich meine Eintrittskarte in den Händen. Ohne Zeitverlust nahm ich ein paar Minuten vor dem Anpfiff meinen Platz im Stadion ein. Seit dieser Saison spielt der Exkapitän der zweiten Mannschaft des FCN Michael Heinloth in Nijmegen.
Stimmungsmäßig war das Spiel auch aufgrund der kleinen Gästefangruppe nicht die absolute Offenbarung. Gegen Ende des Spieles gab es zwischen zwei nebeneinander liegenden Blöcken im Heimsektor einen längeren Wechselgesang.
Das Spiel ging hin und her, wobei die Heimmannschaft die bessere Mannschaft stellte und somit auch verdient die Führung erzielte. Diese hatte leider nicht allzu lang Bestand und wurde durch Heerenveen schnell ausgeglichen. In der zweiten Halbzeit konnte dann der Gastgeber das entscheidende Tor erzielen und die Fans feierten ihre Mannschaft. Heinloth hatte hier zum wiederholten Male durchgespielt aber auch den ein oder anderen Fehler eingebaut.
Die Fans feierten den Heimsieg und danach wurde noch eine \"Frikandel- und Krokettenbude\" aufgesucht und ein leckeres Abendmahl zu sich genommen. Nach einem Spaziergang durch Nijmegen ging es zum Hotel, um von dort am nächsten Tag über Belgien nach Luxemburg zu kommen, da dort noch die letzte Station meiner Reise lag.

Nach knapp vier Stunden Fahrt wurde Esch in Luxemburg erreicht, um den dortigen Verein den Jeunesse Esch gegen RFC Union Luxemburg im größten Ligastadion des Landes spielen zu sehen. Nach einem Bier in der Flasche in der innerhalb des Stadions befindlichen Gaststätte wurde das Stadion erkundet. Da es freie Platzwahl gab, ging es auf die überdachte Tribüne und bei einem kühlen Bier wurde das Spiel angeschaut, bei dem die Gäste in der ersten Halbzeit mit 1:0 in Führung gingen.
Fantechnisch gesehen war hier wenig zu erwarten. Es gab aber im Laufe des Spieles ein paar Mal kurze Anfeuerungsrufe, die mit Trommeln der Gäste untermalt wurden. Die Unterstützung von den Rängen war eher klassisch situationsbedingt. In der zweiten Halbzeit gelang der Heimmannschaft zwar noch der Ausgleich, jedoch konnte kurz vor Schluss der Gast das vielumjubelte Siegtor erzielen. Nach einer leckeren Salsicca und einem Klaren ging es auf zur Heimfahrt.
Alles in allem war es ein amüsanter Trip durch drei Länder, die auch viele Köstlichkeiten zu bieten haben, und mir den Trip versüßten. V.a. die \"Frikandeln\" werde ich vermissen.



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