Vorstand in der Bay Arena

von Andreas König

Nach der Auswärtsfahrt nach Fürth ging es nach einer englischen Woche und dem ersten Heimsieg gegen Hoffenheim nun im alten Mannschaftsbus unter der Schirmherrschaft des SCs nach Leverkusen.
Diesmal bestand die Gruppe nur aus den beiden Vorsitzenden, die sich bei Minusgraden morgens um kurz nach 6 trafen und um 7 Uhr früh über die A3 quer durch die Republik in die Farbenstadt aufmachten. Das Wetter war auf der Fahrt mit einem Wechsel zwischen Nebel und Sonne sehr abwechslungsreich und mit nur einer Pause war man bereits um 12 Uhr in Leverkusen. Während der Fahrt kam man mit seinen Tischkollegen ins Gespräch und tauschte sich beim Bier über Transfers und Fans aus, womit die Zeit noch schneller verging. Nach ein paar Getränken, einer Stärkung im Mc Donalds gegenüber vom Stadion kam es noch zu einem kurzen Gespräch mit den Volunteers. Diese Volunteers wurden extra dafür engagiert, dass sich die Fans wohl fühlen und man sich mit Fragen an sie wenden kann. Habe ich so auch noch nie gesehen und wäre sicher in manchen Situationen hilfreich. (Hannes meint beim Gegenlesen, dass in Nürnberg ein ähnliches System für Gästefans praktiziert wird.)
Jeder Verein hat seine eigene Hymne. Aber dass - wie bei Singstar oder in Karaokebars oder in Hoffenheim - der Text und die Stelle angezeigt werden, ist dann doch etwas beschämend meiner Meinung nach und zeigt auch sehr gut, wer das Zielpublikum ist.
Das Spiel begann wieder mit der Aktion “ohne Stimme 12:12 keine Stimmung“. UL hat sich dabei eine sehr gute Aktion ausgedacht: Sie haben nur ein Banner aufgehängt und den kompletten Stehblock leer gelassen, um dann nach 12:12 Minuten reinzustürmen und laut zu singen anfangen. Es sah so aus, als würde auch ein Teil der normalen Heimtribüne dabei mitmachen, da der Heimsteher in etwa die gleichen Ausmaße hat wie der Stehbereich im Gästeblock.
Das Spiel war nicht auf einem sehr hohen Niveau und wenn du vorne die Chancen nicht machst, dann kriegst du hinten ein Tor rein, wie auch diesmal durch den Ex-Nürnberger Kießling, der gerne gegen seinen alten Verein trifft. Diesmal war es ein irreguläres Tor, da er im Abseits stand, was vom Schirigespann nicht gesehen wurde. Vor allem in der zweiten Halbzeit hat man sich gegen Ende kaum noch Chancen herausgearbeitet, da sich die Werkself immer weiter zurückgezogen hat. Man hätte einen oder sogar drei Punkte mitnehmen können, wenn man seine Chancen gemacht hätte und der Schiri das Abseits erkannt hätte. Aber es hat nicht sollen sein und man traf sich sehr schnell wieder am Bus und fuhr diesmal ohne Pause - aber dafür mit vielen Geschichten aus früheren Zeiten und genug Flüssignahrung- heim und war bereits um 22 Uhr wieder in Nürnberg angekommen. Damit war wieder eine Auswärtsfahrt zu Ende und es bestätigte sich wieder einmal, dass im Winter nur Stehplatz geht, weil man sonst möglicherweise erfrieren o.ä. würde.

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