5:0 Tore, 6 wichtige Punkte im Aufstiegskampf und eine ganze Elf glücklicher rot-schwarz-blau-gelber Fußballfans..

von Michi Fuchs

...so lautet die Bilanz unserer diesjährigen, mittlerweile fest im Jahreskalender der Killer Devils verankerten Hamburg-Fahrt, welche dieses Mal durch einen Stopp bei unseren drei Freunden in Braunschweig am Freitagabend eingeleitet wurde. Inge, Timmy und Tobi haben sich schon sehr über unser Kommen gefreut, bei den Spielern des BTSV dagegen scheint unsere Anwesenheit sogar wahre Wunder gewirkt zu haben. Denn während der souveräne Auftritt des FCN gegen die Kiezkicker anders kaum zu erwarten war, konnte man mit dem Sieg des Meisters von 1967, der ja zudem noch demoralisiert von der Niederlage gegen einen übermächtigen Gegner am vorherigen Spieltag war, so nicht rechnen.

Auf Umwegen nach Braunschweig

Am Freitagnachmittag führte die Anfahrt den Weinlich‘schen Partybus dabei zuerst in den Osten Deutschlands, genauer gesagt nach Leipzig, um meine Wenigkeit einzusammeln, bevor es dann weiter in Richtung Norden ging. Aus Dankbarkeit für den in Kauf genommenen Umweg, übernahm ich für den restlichen Tag das Steuer und folgte der A9 in der Annahme, dass mein Beifahrer Jürgen, zumal er nicht müde wurde, seine Funktion als Navigator hervorzuheben, mir die entsprechende Ausfahrt anzeigen würde. Hier hat meine Menschenkenntnis aber ausnahmsweise versagt und so wurden wir erst viel zu spät darauf aufmerksam, dass wir auf dem falschen Weg waren. Als Konsequenz verließen wir die Autobahn, um den Rest des Weges über holprige Landstraßen zu bewältigen, was einerseits dem alten VW Bus nochmal auf eine echte Härteprobe und andererseits die Schafkopfrunde vor eine wahre Zerreißprobe stellte.

Der Umweg durch blühende Landschaften konnte uns natürlich nicht aufhalten und so kamen wir schließlich am frühen Nachmittag zeitig in der Löwenstadt an, bezogen unsere Herberge und schlenderten gemächlich in Richtung Stadion. Nachdem wir uns neben Bier auch noch mit rabattierten Fanschals eingedeckt haben (an dieser Stelle nochmal ein Dank an Erik!), feierten wir schließlich das ersehnte Wiedersehen mit unseren Braunschweiger Freunden Tobi und Inge in der für diesen Anlass einzig angebrachten Location: der Wahren Liebe. Da wir uns viel zu erzählen hatten, die Stimmung im Stadion ausgelassen war und reichlich Bier sowie Glühwein flossen, konnten uns auch die eisigen Temperaturen während der Partie nichts anhaben. Nachdem wir die drei Punkte eingefahren hatten und dann auch noch Timmy zu uns gestoßen war, ging es auf eine Tour durch das nächtliche Braunschweig, die erst in den frühen Morgenstunden in den Kneipen des Rotlichtviertels enden sollte.

Gezeichnet nach Hamburg

Entsprechend gerädert waren alle, als wir bereits um halb zehn auschecken mussten und Hansestadt Hamburg in unser Navi eintippten. Zwar war die Ermüdung nach den ersten Konterbieren und viel Schafkopf schnell verflogen, sie machte sich aber am Abend auf der Reeperbahn doch wieder bemerkbar. Es wurde zwar noch der Versuch gestartet für Matze eine bessere Hälfte zu erobern, jedoch kehrten die meisten Killer Devils letztendlich schon recht frühzeitig zum Hostel zurück. Schließlich wollten wir alle das kommende Fußballfest gegen St. Pauli in vollen Zügen genießen können.

Auf Flügeln zum Sieg

Die Belegschaft von A & O war so nett, uns auf Grund der langen Wartezeit beim Check-In ein kostenloses Frühstück anzubieten, sodass dieses Mal alle gut ausgeschlafen und genährt in den Tag starten konnten. Im Stadion angekommen bemerkten wir anhand der Stimmung im Gästeblock schnell, dass sich eine Vielzahl der Unterstützer so fühlte wie wir am Morgen zuvor in Braunschweig. Allerdings tat dies der Leistung des FCN keinen Ablass und das Spiel war wohl wirklich eine kleine Sternstunde für jeden Club-Fan. Die Mannschaft nutze nahezu jede Torchance zu einem Treffer und St. Pauli hätte wohl trotz höherem Ballbesitz noch Stunden weiterspielen können, ohne die geschickt agierende Nürnberger Hintermannschaft um Super-Dave Bulthuis ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Vom Triumph der Mannschaft beflügelt, traten wir alle eine sehr vergnügte Heimfahrt an, die den passenden Abschluss für ein gelungenes Wochenende im Norden Deutschlands darstellte.

Abschließend möchte ich Inge, Timmy und Tobi nochmals für die Freundschaft, die Gastfreundschaft, das Bier, das Essen, das Kickern und natürlich den Fress-/Sauf- Korb danken! Letzterer ist bei unserem Capo in guten Händen!

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